Mark Wallmann und Ken Börner stellten mit Stefan Neff (Mitte) den neuen Trainer der SGSH vor.

Halver/Schalksmühle. Der Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver hat am Dienstagabend den 29jährigen Stefan Neff als neuen Trainer der 1. Mannschaft vorgestellt. Der derzeitige Trainer des TuS Volmetal wird in der kommenden Saison nach 20 Jahren Mathias Grasediek als Chef-Trainer folgen.

Stefan Neff, der seit August 2014 als einer der jüngsten Handball-Trainer die A-Lizenz besitzt, ist der absolute Wunschkandidat des SGSH-Vorstands und der Geschäfts­führung. „Wir wollten ihn und er wollte zu uns, es hat einfach sofort gepasst“, freut sich der 1. Vorsitzende der SGSH Ken Börner sichtlich. Er hatte gemeinsam mit Markus Knuth und Mark Wallmann in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche mit Neff geführt.

Verunsicherung unterbinden

Die frühe Veröffentlichung dieser Nachricht begründet Börner damit, dass man jegliche Gerüchte und daraus resultierende Unruhe und Verunsicherungen unterbinden musste. „Die aktuelle Saison ist noch lang und für beide betroffenen Mannschaften und ihre Trainer sehr wichtig. Sie sollen ihre Aufgabe jeweils in Ruhe und mit all unserer Unterstützung erfüllen können.“

Erfolgreicher Jugendtrainer

Stefan Neff lebt mit seiner Familie in Hagen. Seine aktive Zeit beim VfL Eintracht Hagen musste er bereits mit 17 Jahren verletzungsbedingt beenden. Er wurde Jugendtrainer, gewann mit der C-Jugend zweimal die Westdeutsche Meisterschaft und wechselte 2008 zur Handballakademie des VfL Gummersbach. Im November 2011 hatte Neff dann den damaligen Verbandsligisten TuS Volmetal in einer schwierigen Phase übernommen und mitgeholfen, die Klasse zu sichern. Ein Jahr später feierte Neff mit der Mannschaft den Aufstieg in die Oberliga und in diesem Jahr den größten Vereinserfolg in der Geschichte der Volmetaler Handballer, den Aufstieg in die 3. Handball-Bundesliga.

Stefan Neff: „Habe ein richtig gutes Gefühl“

„Die Zeit in Volmetal war und ist toll, aber nach 4 ½ Jahren suche ich als junger Trainer eine neue Herausforderung. Als Hagener habe ich die stetige Entwicklung der SGSH zu dem heutigen etablierten Drittligisten über Jahre beobachtet. Der Verein ist sehr professionell geführt, steht wirtschaftlich gesund da, hat aber seine familiäre Atmosphäre mit der tollen Fan-Kultur immer bewahren können. Ich habe bei meiner Entscheidung ein richtig gutes Gefühl. Doch bis zum Mai 2016 werde ich weiter für den TuS Volmetal Vollgas geben und mit der Volmetaler Mannschaft den Klassenerhalt schaffen“, betont Neff im Gespräch.

Grasediek hat den Verein geprägt

„Jeder weiß, dass wir die Trainer nicht schnell wechseln und unsere Zusammenarbeit immer langfristig angelegt ist“, sagt Ken Börner mit Blick auf die lange Ära Grasediek in Schalksmühle und Halver. „Mathias hat diesen Verein mit seiner Persönlichkeit und seiner Arbeit maßgeblich geprägt und unsere 1. Mannschaft in der 3. Bundesliga etabliert. Und wenn man dann etwas Neues wagt, dann kann das kann nur funktionieren mit jemandem, der in unsere Handballfamilie passt.“ Kompetent, jung, dynamisch, leidenschaftlich, ein Vertreter des schnellen, modernen Handballsports und hier in der Region verwurzelt – so sehen die Verantwortlichen ihren neuen Trainer.

Im oberen Drittel der Liga etablieren

Die Erwartungshaltung bei Vorstand und Geschäftsführung ist nicht niedrig: „Wir möchten uns mit Stefan Neff auf Dauer im oberen Drittel der 3. Bundesliga etablieren. Genauso wollen wir mit seiner Hilfe noch viel mehr zur Anlaufstelle Nummer eins für die Talente aus der Region werden. Nur so können wir in der Jugendarbeit unser Fundament verstärken und damit unseren Verein für die Zukunft sichern.“

 

Das sieht Stefan Neff genauso: „Ich komme aus der erfolgreichen Jugendarbeit und gebe jungen Spielern immer eine Chance. Ich freue mich aber auch riesig darauf, in Schalksmühle und Halver mit den internationalen Spielern, die aus so unterschiedlichen Handballschulen kommen, zusammen zu arbeiten. Eine Mannschaft weiter zu entwickeln aus jung und erfahren, aus der Region und Europa – das ist spannend und eine tolle, neue Herausforderung.

Und ich hoffe natürlich, dass ich mit meiner Arbeit auch dem gesamten Verein neue Impulse geben kann. Jeder hier soll ein Gefühl dafür entwickeln können, ein wichtiges Mitglied der SGSH-Familie zu sein und jeder soll die Chance bekommen, die er verdient.“

Alte Bekannte im Team

So soll sich die Arbeit von Stefan Neff im Verein auch nicht nur auf die 1. Mannschaft beschränken. Er wird künftig auch federführend in die Trainerausbildung der SGSH und die Nachwuchsentwicklung eingebunden werden.

 

Im Übrigen trifft Stefan Neff bei der SGSH auch auf alte Bekannte: Malte Müller und Julian Mayer kennen ihren zukünftigen Trainer schon gut aus der Jugend beim VfL Gummersbach. Sie haben dort in der B-Jugend bei ihm trainiert – zusammen mit Nationalspieler Paul Drux.

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