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Hagen. Jetzt ist ein Hagener Opfer einer Sex-Erpressung geworden, deren Masche in jüngerer Vergangenheit im deutschsprachigen Raum an Bedeutung gewonnen hat: Über sogenannte „Soziale Medien“ kommt ein Internet-Kontakt zustande, auf Anregung meist der Frau wechseln die Beteiligten in einen privaten Chat, es kommt zu Sex-Szenen, die gefilmt werden … – alles Weitere ist eigentlich klar. Diese Art der Erpressung wird aktuell mit dem Begriff „Sextortion“ beschrieben, abgeleitet aus dem Englischen Wort für Erpressung, Extortion.

Vom Facebook-Chat zu Skype-Video

So berichtet die Hagener Polizei in ihrem Presseportal, dass  ein junger Mann am Freitagabend (22. April) eine Anzeige erstattet hat, weil er kurz zuvor Opfer einer Sextortion-Attacke geworden. Der Geschädigte hatte über Facebook eine Frau kennengelernt. Nach kurzer Zeit hatten die beiden ihre Skype-Adressen ausgetauscht und dann am Freitagnachmittag eine Video-Unterhaltung geführt. Dabei hatte sich die Frau ausgezogen und ihren Gesprächspartner aufgefordert, sich ebenfalls auszuziehen.

Vierstelligen Betrag gefordert

Eine halbe Stunde später wurde es dann ernst: Die Frau forderte einen vierstelligen Geldbetrag; ansonsten, so ihre Drohung, würde sie das von ihm aufgezeichnete Video veröffentlichen.

Polizei: Gesunde Portion Misstrauen hilft

Der Fall gibt der Polizei Gelegenheit, grundsätzlich eine gesunde Misstrauen in den Umgang mit Fremden im Internet einzubringen, besonders, wenn die bis dahin Fremden schon nach kurzer Zeit in einen privaten Chat wechseln wollen. „Wenn dann die Aufforderung erfolgt, sich auszuziehen, sollten sämtliche Alarmglocken klingeln!“, so die Hagener Polizei. Hinter derartigen Betrugsmaschen steckten oftmals organisierte Banden, auf Zahlungen sollte man nicht eingehen. Die Videos würden ohnehin, so andere Ermittler und Selbsthilfegruppen, veröffentlicht …

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