"Sentiris"-Projektleiter Kristian Hamm (Mitte) informierte Bürgermeister Michael Brosch und den SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas über die Vorhaben in Oberbrügge. Foto: Wolfgang Teipel

Halver-Oberbrügge. Quartiersarbeit im großen Stil: Das Demenz Kompetenzzentrum Haus Waldfrieden, das künftig unter Sentiris firmiert, will in Oberbrügge bewährte Einrichtungen erhalten und mit zusätzlichen Angeboten neues Leben in den Ortsteil bringen. Sentiris-Projektleiter Kristian Hamm ist zuversichtlich, dass sich alle Pläne in die Tat umsetzen lassen werden. Dazu gehört neben einer Kita in der Grundschule, ein Dorf Café, ein Dorfladen, Beratungsangebote und möglichweise auch Service-Wohnen für ältere Menschen.



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Für den SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas besitzt das Sentiris-Projekt Modellcharakter. Auch die Stadt Halver unterstützt das Vorhaben, wo sie kann. Kürzlich informierte Kristian Hamm Bürgermeister Michael Brosch und den SPD-Politiker über den Stand der Dinge.

Umbaupläne liegen bereits vor

Klar ist inzwischen, dass Sentiris die Trägerschaft für die Kita in Oberbrügge übernehmen wird. Der bisherige Träger des Kindergartens St. Georg, der Kita-Zweckverband im Bistum Essen, wird die Trägerchaft zum 1. August 2018 an Sentiris abgeben. Pläne für die notwendigen Umbauten in der Grundschule liegen bereits vor.

30 Mädchen und Jungen wechseln

„Etwa 30 Mädchen und Jungen werden in die neue Kita wechseln“, berichtete Kristian Hamm. Mit acht Eltern sei er bereits im Gespräch. Er sei sicher, dass zum Start am 1. August 2018 alle 45 Plätze in der zweigruppigen Einrichtung belegt sein werden. Die Kombination von Kita und Grundschule hält der Projektleiter für Ideal. „So können die Kinder lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.“ Das Gelände der Schule Am Nocken, auf dem auch das Bürgerhaus steht, sei für solche Zwecke hervorragend geeignet.

Fördermittel aus dem Leader-Programm

Etwa zwei Drittel der Fördermittel aus dem Leader-Programm, die Halver zur Verfügung stehen, könnten in die weiteren Vorhaben fließen. „Das wären immerhin rund 150.000 Euro“, rechnete Bürgermeister Michael Brosch vor.

Einkaufstaxi und Mittagstisch

Zwei Teilprojekte zur Stärkung des Ortsteils werden schon bald umgesetzt. Noch vor Ostern soll das Lebensmitteltaxi fahren. Es wird ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität zum Einkaufen nach Halver begleiten.

Schon bald solle außerdem ein Mittagstisch für Halvers größten Ortsteil angeboten werden. Die Gespräche mit dem Kooperationspartner, den er noch nicht nennen könne, stünden kurz vor dem erfolgreichen Abschluss, erläuterte Kristian Hamm.

Suche nach geeigneter Unternehmensform

„Auch der geplante Dorfladen und das Dorf-Café kommen“, versicherte der Projektleiter. Wann, das sei zurzeit noch offen. Insbesondere für den Betrieb des Dorfladens müsse noch eine geeignete Unternehmensform gefunden werden. Hamms Wunsch wäre ein wirtschaftlicher Verein (w. V.). Dazu müsse NRW allerdings erst noch die passende Landesgesetzgebung schaffen. Dudas, der selbst solche Dorfladen-Modelle aus Rheinland-Pfalz kennt, will diesem Hinweis nachgehen.

Der SPD-Politiker setzt darauf, dass das gesamte Sentiris-Projekt von Zuversicht getragen wird. „Dazu möchte ich die Bevölkerung ermutigen“, sagte er.

Gutes Wohnen für Familien wichtig

Wichtig sei, dass die Menschen sagen könnten „Hier lässt es sich leben.“ Das möchte auch die Stadt Halver forcieren. Sie wird mit dem Schmittenkamp oberhalb der Schmiedestraße ein etwa vier Hektar großes Neubaugebiet ausweisen. Für Dudas passt das unter dem Strich alles. „Gutes Wohnen, gute Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen, eben eine gute Infrastruktur zählen für Familien mehr, als nur die Verdienstmöglichkeiten.“

 

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