Sie wollen etwas bewirken: Hausbesitzer, Geschäftsleute und Stadtumbaubüro in der Knapper Straße. Foto: Parnemann

Lüdenscheid – Nach der Impulsveranstaltung wurden Ende Februar die ersten Arbeitsgruppen für die Standortkooperation Knapper Straße gegründet. Seit dem hat sich einiges getan. Erste konkrete Projekte sind in der Planung und hinter den Kulissen werden lebhaft neue Ideen und Projekte diskutiert. Um was es dabei genau ging stellten Geschäftsleute, Hausbesitzer und Vertreter des Stadtumbaubüros Denkfabrik heute bei einem Termin in der Knapperstraße vor.



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Sehr hohe Motivation

Erik Vorwerk vom Stadtumbaubüro Denkfabrik freute sich über die sehr hohe Motivation und das Engagement aller beteiligten. „Nach der Impulsveranstaltung im Februar war ich doch sehr positiv überrascht, wie motiviert die einzelnen Akteure bei dem gesamten Projekt sind.“ Er stellte aber auch klar, dass das Umbaubüro nur als Moderator, Berater und Vermittler fungiert und die eigentliche Arbeit von den ansässigen Geschäftsleuten und Hausbesitzern selbst kommen muss. Wie hoch die Bereitschaft an einer Verbesserung des Images der Knapper Straße ist, zeigen auch die abendlichen Versammlungen und Gesprächskreise, zu denen teilweise bis zu 30 Bürger ins Umbaubüro kommen und lebhaft Ideen und Projekte diskutieren. Auf lange Sicht ist auch die Gründung eines Vereins für die Belange der Knapperstraße im Gespräch. Zunächst sollen aber die anstehenden Projekte realisiert werden.

Bepflanzung der Hochbeete

Eine der Ende Februar gegründeten Arbeitsgruppen befasst sich aktuell mit den Planungen zu einer neuen Bepflanzung der circa 20 Hochbeete entlang der Knapper Straße. In Zusammenarbeit mit Garten- und Landschaftsbauer „Petig“ aus Lüdenscheid und der Stadt Lüdenscheid werden hier aktuell verschiedene Modelle besprochen, die dann relativ zeitnah auch umgesetzt werden sollen. Wer die Finanzierung der Bepflanzungen aufbringt, ist dabei ein Punkt, der zurzeit geprüft wird. Auf lange Sicht und zur Sicherstellung der regelmäßigen Pflege der Beete soll es aber aller Voraussicht nach auch Patenschaften geben, die von Anwohnern und Geschäften getragen werden.

Gemeinsames Standortmarketing

Die Knapper Straße soll einen gemeinschaftlichen Auftritt nach außen bekommen. Dessen Erarbeitung und Etablierung hat sich die Arbeitsgruppe Standortmarketing auf die Agenda gesetzt. Hausbesitzerin Beate Paga

Erste Fassaden werden in der Knapperstraße bereits aufwendig saniert. Foto: Parnemann
Erste Fassaden werden in der Knapper Straße bereits aufwendig saniert. Foto: Parnemann

dazu: „Wir haben hier gut 130 Geschäfte, wobei es sich bei dem Großteil um Fachgeschäfte und Inhaber geführte Einzelhändler handelt. Das ist ein Qualitätsfaktor, der nicht unterschätzt werden darf und den wir auch nach außen kommunizieren müssen.“ Dazu soll eine eigne Marke geschaffen werden, die dabei hilft, die Knapper Straße als Gesamtbild zu vermarkten. Geschäfte mit Migrationshintergrund sollen unbedingt in das Standortmarketing einbezogen werden. „Grade diese multikulturellen Vermischungen in der Knapper Straße machen den Standort doch erst interessant.“ warf ein Anwohner ein.

Lichtplanung für Fassaden

Um das Konzept „Stadt des Lichts“ zu unterstützen, gibt es auch Überlegungen ein neues Lichtkonzept umzusetzen. Dieses soll ein ebenfalls ein rundes Gesamtbild darstellen. Es werden aber gestalterische Unterschiede zwischen modernen und historischen Fassaden gemacht. Dieter Polle vom DIAL hielt zu diesem Thema erst letzten Mittwoch einen ausführlichen Vortrag im Umbaubüro. Am Ende waren alle Anwesenden von den vorgetragenen Ideen überzeugt. Jedoch sind Lichtinstallationen auch ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Hier könnte eventuell auf einen Verfügungsfond zurückgegriffen werden, um die Ideen zu finanzieren. Dies müsse aber erst noch geklärt werden machte Erik Vorwerk vom Umbaubüro deutlich. Sicher ist aber: Auch bei diesem Vorhaben ist es unbedingt notwendig, dass alle an einem Strang ziehen und auch Hausbesitzer mit ins Boot geholt werden müssen.

Bürgerfest

Erste Planungen für ein gemeinsames Bürgerfest in der Knapper Straße gibt es ebenfalls. Als Datum ist der 16. August, der letzte Samstag in den Sommerferien, anvisiert. In welchem Ausmaß das Straßenfest stattfinden soll, ist aber noch nicht endgültig geklärt. Immerhin gibt es in Hinblick auf Straßensperrungen und Verkehrsführung einiges zu bedenken. Alle beteiligten legen aber Wert darauf, dass es kein reines Stadtteilfest werden soll, sondern ein Fest für alle Bürgerinnen und Bürger. Wie so oft steht und fällt die Durchführung eines solchen Festes aber mit dem Engagement der Anwohner, Geschäfte, Hausbesitzer und nicht zuletzt auch an der Stadt Lüdenscheid selbst die für die Umsetzung benötigte Genehmigungen erteilen muss.

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