Für die Übung wurde ein äußerst realististisches Szenario entwickelt. Foto: Feuerwehr Plettenberg.

Plettenberg. Realistischer hätte man eine Einsatzübung kaum darstellen können, waren sich die Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache und die für diesen Bereich zuständigen Kameraden der Löschgruppe Holthausen einig. Hauptbrandmeister Jörg Heitmann und Brandmeister Florian Klaucke hatten diese Übung am Samstag, 9. Juli, zusammen mit dem Kamerad Timo Hüttebräucker der Feuerwehr Herscheid ausgearbeitet.

Er hatte den Kontakt zur Sanitätsschule Nord hergestellt und diese mit dem Einsatzteam der „realistischen Unfalldarstellung“ die Übung unterstützt. Dieses Team besteht aus Fachleuten des Rettungsdienstes, die nach verschiedenen Verletzungsmustern geschminkt werden und während der medizinischen Rettung die Unfallopfer darstellen.

Gegen 16.22 Uhr wurden die Einsatzkräfte von ihren Standorten aus alarmiert. Handicap war, dass der für die technische Rettung zuständige „Rüstzug“ aus Ohle mit dem Rüstwagen bereits in einem anderen Einsatz gebunden war. Als die Feuerwehrleute im Industriegebiet Osterloh eintrafen, stellten sie fest, dass zwei Pkw im Kreuzungsbereich der Adolf-Sternberg-Straße und Ernst-E.-Fastenrath- Straße frontal zusammengestoßen waren.

Hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt

Ein Renault Twingo lag brennend auf einem Opel Corsa indem jeweils eine Fahrerin eingeschlossen war. Zunächst wurde umgehend der Entstehungsbrand mittels schnellem Löschangriff des HLF bekämpft. Als nächstes musste der kopfüber liegende Twingo mit technischen Geräten gegen Umstürzen gesichert werden. Danach konnten die Fahrzeuginsassen zunächst mit den Besatzungen der beiden mitgeführten Rettungswagen und des Notarztes untersucht werden. Die Mitglieder der Löschgruppe Holthausen bereiteten alles für eine technische Rettung mittels hydraulischem Rettungsgerät vor.

Auch eine "Crash-Rettung" der im Corsa eingeschlossenen Fahrerin wurde simuliert. Foto: Feuerwehr Plettenberg
Auch eine „Crash-Rettung“ der im Corsa eingeschlossenen Fahrerin wurde simuliert. Foto: Feuerwehr Plettenberg

Nachdem sich der Zustand der Corsa-Fahrerin verschlechtert hatte, musste eine sogenannte „Crash-Rettung“ durchgeführt und schonend aber schnell aus dem Pkw befreit werden. Für den schnellen Transport in eine geeignete Klinik wurden durch die Einsatzleitung nach Rücksprache mit dem Notarzt über die Leitstelle 2 Rettungshubschrauber angefordert. Die Fahrerin des Twingo wurde, da sie kreislaufstabil war, über die Beifahrerseite mit einem Wirbelsäulenbrett achsengerecht aus ihrem Fahrzeug befreit und im Rettungswagen behandelt.

Katharina Gliengener jetzt Brandmeisterin

Nach der Übung trafen sich die Beteiligten im Gerätehaus der Löschgruppe Holthausen zur „Manöverkritik“, um die Arbeitsläufe im Einzelnen zu besprechen und optimieren. Der stellvertretende Wehrleiter Markus Hüsken, der den Übungsverlauf beobachtete, beförderte im Anschluss daran die Unterbrandmeisterin Katharina Glingener zur Brandmeisterin

Weitere echte Einsätze

Zwischenzeitlich rückten beide Rettungswagen zu weiteren Einsätzen im Stadtgebiet aus. Auch das Hilfeleistungslöschfahrzeug und die Drehleiter wurden um 18:40 Uhr zu einem gemeldeten Motorradunfall im Ortsteil Erkelze alarmiert. Die für diesen Bereich zuständige Löschgruppe Selscheid der freiwilligen

Feuerwehr übernahm bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Erstversorgung eines gestürzten Motorradfahrers und sicherte die Einsatzstelle ab. Der Motorradfahrer wurde mit dem Rettungswagen ins Plettenberger Krankenhaus eingeliefert.

 

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