Wegen der Baustellen Heedfelder Straße ändert die MVG ab 21. August ihre Fahrpläne.

Märkischer Kreis – Wer bei der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) in eine Ticketkontrolle gerät und keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen kann, muss ein Erhöhtes Beförderungsentgelt (EBE) in Höhe von 60 € zahlen und mit strafrechtlichen Folgen rechnen. Dabei muss die Zahlung des Forderungsbetrags über 60 € innerhalb von 14 Tagen ab dem Tag der Ticketkontrolle erfolgen. Bei entsprechender Säumigkeit entstehen weitere Kosten, die vom Empfänger des EBE bzw. dessen gesetzlichen Vertretern zu tragen sind. So die bisher gelebte Praxis.

Nun will die MVG mit einer neuen Vorgehensweise punkten. Ab sofort gilt das Angebot: Ein Bus-Abo statt Bußgeld für Schwarzfahrer. Diese Idee aus den neuen Bundesländern wird laut Peter Bökenkötter, Prokurist und Leiter des Bereichs Angebot, wird nun auch im Märkischen Kreis praktiziert, weil „wir die Menschen nicht bestrafen, sondern sie überzeugen wollen“. Erwischten Schwarzfahrern kann das fällige Bußgeld also erlassen werden, wenn sie im Gegenzug ein reguläres Dauerticket abonnieren. Voraussetzung hierfür ist aber, dass sich der Ertappte binnen fünf Werktagen dazu entschließt und eine entsprechende Bonität für den Abschluss eines Abo-Vertrages gegeben ist.

Jeder Vierzigste fährt in den Bussen der MVG ohne gültiges Ticket. Mit 2,5 Prozent liegt der Anteil der Schwarzfahrer am Fahrgastaufkommen damit im MK etwas unterhalb des Bundesdurchschnitts. Dem Ziel der MVG, die Anzahl der Schwarzfahrer weiter zu reduzieren, könnte man somit näher kommen. Peter Bökenkötter: „Unseren Gesellschaftern, dem Märkischen Kreis und seinen 15 Städten und Gemeinden, gehen hierdurch jedes Jahr Einnahmen im sechsstelligen Bereich verloren.“

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