Geschäftshaus an der Bahnhofstraße.

Schalksmühle. Es geht querbeet. Die zehn Baudenkmäler der Gemeinde Schalksmühle umfassen sämtliche Lebensbereiche: Kirche, Landwirtschaft, Industrie, Handel, Lernen und Wohnen. Der Oldie schlechthin ist die evangelische Kirche Hülscheid. 1482 wird die erste Glocke „Maria vocor“ erwähnt. Zu den Youngstern zählt das Schulgebäude Spormecke, Baujahr 1911. Das passt, denn schließlich lernen hier die ganz Jungen der Gemeinde.

Erlöserkirche wurde 1892 gebaut

Aller guten Dinge sind drei. Drei Kirchen stehen unter Denkmalschutz. Die Erlöserkirche wurde 1892 erbaut, der Kirchturm kam erst 1896 hinzu. Rund 600 Personen finden darin Platz. Sie ein wichtiges Zeugnis der Sakralarchitektur – der Eintrag in die Denkmalliste lässt keinen Zweifel aufkommen. Die Hülscheider Kirche besitzt einen „wesentlichen Dokumentar- und Symbolwert für den heimischen Raum“, heißt es in der Begründung. Was Hülscheid recht ist, ist Heedfeld billig. „Die Pfarrkirche hat auch städtebauliche Bedeutung, indem sie seit jeher zum eigenen, unverwechselbaren Gesicht des Ortes Heedfeld beiträgt. Am 28. Juli 1720 war der erste Gottesdienst in Heedfeld.

Haferkasten im Schatten der Kirche
Wasserkraftanlage in Dahlerbrück.
Wasserkraftanlage in Dahlerbrück.

Auf gute Nachbarschaft. Im Schatten der Kirche steht der Haferkasten Heedfeld. Der Kornkasten stammt aus dem Jahr 1792. Sein ursprünglicher Platz war auf dem Hof Bewerunge in Kuhlenkeppig bei Heedfeld. 1983 wurde das Gebäude vom Verein für Geschichte und Heimatpflege restauriert und neben dem Gotteshaus aufgestellt. Ein Haferkasten kommt selten allein. In Oberreeswinkel steht ein zweigeschossiger Kornkasten. Zum Obergeschoss führt eine Außentreppe. Über der Tür steht „GOT GEBE SEINEN SEGEN DAREIN ANNO 1691.“

Bei dem Hauptgebäude des alten Hofes Wippekühl handelt es sich um ein zweigeschossiges Bauernhaus mit den Außenmaßen 13 x 11,5 Meter, bei einer Höhe von 11,7 Meter im Mittel, das um 1600 erbaut worden ist. Weil das Gebäude in den letzten 400 Jahren keine wesentlichen Veränderungen erfahren hat, gibt es im Märkischen Kreis und weit darüber hinaus kein weiteres Beispiel für diese Bauweise, das auch nur annähernd so unverändert überliefert wurde.

Villa 1905 von Georg Jäger erbaut

In exponierter Lage präsentiert sich die Villa Jäger an der Bergstraße. Sie wurde 1905 von Georg Jäger erbaut, einem Mitbegründer der Firma Gebrüder Jäger.

Als das exponierteste und zugleich opulenteste Gebäude hat das Wohn- und Geschäftshaus an der Bahnhofstraße/Hälverstraße seinen Platz auf der Denkmalliste erobert. Das Eckhaus in der City hat zwei Geschosse mit Neurenaissance-Formen mit reichem Staffelgiebel.

Randdasein an der Heedfelder Straße

Eher ein Randdasein führt das Wohn- und Geschäftshaus an der Heedfelder Straße. Es ist ein klassizistisches Bürgerhaus mit einem Giebeldreieck über der Mittelachse. Typisch sind die Linden vor dem Hauseingang.

Keine Veranstaltung im Bauernhaus Wippekühl

In den Vorjahren hat der Verein für Geschichte und Heimatpflege der Gemeinde Schalksmühle zu einer besonderen Veranstaltung anlässlich des Tags des offenen Denkmals ins Bauernhaus Wippekühl eingeladen. In diesem Jahr bleibt das Bauernhaus am Denkmaltag, 14. September, aufgrund  zahlreicher anderer Termine im Bauernhaus und in der Region im September geschlossen.

Text und Fotos © Elke Teipel

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