Lüdenscheider Neujahrsempfang
Johanna, gerade drei Monate alt, ist die Tochter von Barbara und Tobias Kleine. Sie war die jüngsten Besucherin des Neujahrsempfangs. Foto: Elke Teipel

Lüdenscheid. Der Lüdenscheider an sich ist sangesfreudig. Der Lüdenscheider an sich ist Mitglied in mindestens einem Verein. Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas kennt seine Pappenheimer. Beim Neujahrsempfang im Bürgerforum lieferten sie den Beweis, dass ihr Bürgermeister Recht hat. Der Lüdenscheider an sich lässt sich nicht zweimal bitten und nutzt die Chance zum Schulterschluss für 2015. Die Männer und Frauen im Bürgerforum stimmten Dzewas zu, der an die Jahrhunderte alte Tradition der Bergstadt erinnerte, „diese Gesellschaft gegen alle extremistischen Tendenzen zu verteidigen“. „Der Integrationsrat der Stadt Lüdenscheid steht für ein friedvolles Zusammenleben aller Menschen ein und hofft, dass die Attentäter von Paris schnell gefasst und vor Gericht gestellt werden“, heißt es in einer Erklärung anlässlich des grausamen Anschlags. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger trugen sich in das ausgelegte Kondolenzbuch ein.

Dieter Dzewas: „Brauchen Geld für Deutschkurse“

Dzewas schrieb den Politikerinnen und Politikern, die zum Empfang gekommen waren, ins Stammbuch: „Wir brauchen Geld für Deutschkurse“. Sein Appell ging an die Bundestagsabgeordneten Petra Crone und Dr. Matthias Heider sowie an die Landtagsabgeordneten Angela Freimuth und Gordan Dudas. Als Ehrengast begrüßte er auch Landrat Thomas Gemke.

Lüdenscheider Neujahrsempfang
Unterstützt vom Orchester sangen alle Ensemble die „Ode an die Freude“. Foto: Elke Teipel

Apropos sangesfreudig: Alle schmetterten die Ode an die Freude – im Neujahrsempfang war buchstäblich Musik drin. 50 Jahre Musikschule war einmal mehr Anlass, das Hohe Lied auf die Musik anzustimmen. Für Geigenspieler Dieter Dzewas kein Problem. Und dass in der Musikschule das Alter keine Rolle spielt, dafür standen zwei Schülerinnen, die Jüngste und die Älteste. Julia Kirsch ist am Samstag acht geworden – acht Monate — eine kleine Musikraupe. Dorle Hering ist 80 und ist begeisterte Flötenspielerin im „Ensemble für Alte Musik“.

Unermüdlicher Einsatz der Lehrkräfte

„Musik gehört zu einem gelingenden, erfüllten Leben einfach dazu“, bringt es Dzewas auf den Punkt. Das geht nicht ohne „den unermüdlichen Einsatz der Lehrkräfte“. Andrea Ertz und Karin Zabel sind Zwei, die dafür stehen und zwar jede seit 25 Jahren. Dafür gab es Urkunden und Blumen.

Lüdenscheider Neujahrsempfang
Karin Zabel und Andrea Ertz arbeiten jeweils seit 25 Jahren für die Musikschule Lüdenscheid. Sie wurden beim Neujahrsempfang ausgezeichnet. Foto: Elke Teipel

Der „Verein Freunde der Musikschule“ ist Motor der Musikbewegung. Stellvertretend für den gesamten Verein zeichnete Dieter Dzewas Ulrich Hering, Uta von Pflug und Christine Uebis mit der Ehrennadel der Stadt aus. Wolfgang Struwe von der Enervie-Gruppe stellte den Spendenscheck aus. Ulrich Hering hatte die Idee zur Gründung des Vereins und war bis 1991 als erster Vorsitzender tätig. Uta von Pflug war 18 Jahre Kassiererin und ist bis heute aktiv als Beisitzerin tätig. Christine Uebis leitet den Verein seit 2012 als Erste Vorsitzende. Zum Jubiläum steigt am 13 Juni ein Sommerfest im Bürgerforum.

Lüdenscheider Neujahrsempfang
Die jüngste und die älteste Musikschülerin: Julia Kirsch ist am Samstag acht geworden – acht Monate — eine kleine Musikraupe. Dorle Hering ist 80 und ist begeisterte Flötenspielerin im „Ensemble für Alte Musik“. Foto: Elke Teipel

Im Mai steigt die Eröffnungsfeier für die Phänomenta. Lüdenscheid bewegt sich. Der Bürgermeister nannte als Stichwort das Projekt Denkfabrik. „Wir wollen den Nachwuchs für Technik begeistern“. Das integrierte Altstadtkonzept sieht er als „eine Riesenchance, …nun auch den letzten Teil der Innenstadt aufzuwerten und damit sinnvoll abzurunden.“ Die Antwort schallte laut: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit im schönen grünen Lüdenscheid“. Musikschulleiter Franz Schulte-Huermann dirigierte mit dem Originaltaktstock von Musikschul-Legende Hanni Hennig. Und alle spielten und sangen mit: Das Sinfonieorchester der Musikschule, der Jugendchor, der Kinderchor und der Lehrerschor und natürlich die Bürgerinnen und Bürger. Der Lüdenscheider an sich ist schließlich sangesfreudig.

Text und Fotos © Elke Teipel

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