Berufsfelderkundung 2016 in der Firma Lumberg Connect GmbH, Foto: Herget/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis.  Erstmals findet in diesem Jahr die betriebliche Berufsfelderkundung im Rahmen des Landesprojekts „Kein Abschluss ohne Anschluss“ flächendeckend an 43 weiterführenden Schulen im Märkischen Kreis statt. Das stellt die Kommunale Koordinierungsstelle, angesiedelt im Regionalen Bildungsbüro des Märkischen Kreises, vor neue Herausforderungen: Für die insgesamt 4000 Schülerinnen und Schülerder achten Klassen (2016: 2.150) werden im Frühjahr rund 9.500 Plätze (2016: 4.500) für Tagespraktika in Unternehmen aller Branchen gesucht.

Nicht nur „Klassiker“ gefragt

Dabei geht es nicht nur um die klassischen Ausbildungsberufe. Insbesondere bei Gymnasiasten sind auch Schnuppertage beispielsweise bei Ärzten, Rechtsanwälten, Apotheken,Steuerberatern, Architekten etc. gefragt. Über dieInternet-Plattform www.berufsfelderkundung-mk.de können sich interessierte Unternehmen anmelden und ihre Angebote entsprechend einstellen. Bisher sind hier 365 teilnehmende Betriebe registriert. Ab dem 16. Januar starten die Wirtschaftsverbände und Kammern mit einer gemeinsamen Telefonakquise.

Jugendliche arbeiten an eletrischen Schalttafeln. Foto: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales
Jugendliche arbeiten an eletrischen Schalttafeln. Foto: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales

Drei Tage, drei Berufsfelder

Bei der Berufsfelderkundung erhalten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe die Möglichkeit, an drei Tagen insgesamt drei unterschiedliche Berufsfelder kennen zu lernen. Ziel ist es, denberuflichen Alltag erlebbar zu machen und erste Kontakte zwischenpotentiellen Arbeitgebern und potenziellen Auszubildenden entstehenzu lassen.

Mit Hammer und Meißel Holz bearbeiten. Foto: Mionsterium für Arbeit, Integration und Soziales
Mit Hammer und Meißel Holz bearbeiten. Foto: Mionsterium für Arbeit, Integration und Soziales

Praxis erfahren

Jugendliche lernen aktiv berufliche Tätigkeiten im Betrieb kennen, die für das Berufsfeld charakteristisch sind. Dies geschieht z.B. durch kleine Arbeitsproben oder praktische Übungen, Austausch mit Ausbildern und Auszubildenden, den Besuch einzelnerArbeitsplätze und Erläuterung der Arbeitsabläufe, Kennenlernen von Werkstoffen, Maschinen und Arbeitsmaterialien.

Perspektiven erkennen

Jugendliche bekommen so einen realistischen Eindruck der betrieblichen Aufgaben, sowie wichtige Hinweise auf möglicheAusbildungsberufe und berufliche Perspektiven in den jeweiligen Unternehmen. Arbeitgeber haben auf diesem Wege die Chance, ihrUnternehmen als Ausbildungsbetrieb zu präsentieren. So ist die Berufsfelderkundung ein geeigneter Schritt, den Fachkräftenachwuchszu fördern.

Nachwuchs finden

Der zeitliche Umfang eines Berufsfelderkundungstages entspricht einem Schultag. Die Berufsfelderkundung kann für einzelne Jugendliche oder auch kleine Gruppen von den Betrieben angebotenwerden. Die rechtlichen Bestimmungen entsprechen denen de sBetriebspraktikums und sind somit vielen Unternehmen bereits vertraut.

Auswertungsbogen

Grundlage für die Auswahl der Berufsfelder bildet die vorgeschaltete eintägige Potenzialanalyse, in der die Teilnehmer Hinweise auf ihre Stärken und Ressourcen erhalten. Zusätzlich zu einer ausführlichen Dokumentation der Ergebnisse erhalten die Schülerinnen und Schüler im Märkischen Kreis auch einen einheitlichen Auswertungsbogen als komprimierte Zusammenfassung. Darin  deren Begabungen und Talente dargestellt. Gleichzeitig werden Berufsfelder empfohlen, die diesen entsprechen. So könnendie Ergebnisse der Potenzialanalyse für die Auswahl der Berufsfelderkundungsplätze leitend sein.

Die Koordination der Berufsfelderkundung im Märkischen Kreis wird strategisch durch eine Steuerungsgruppe begleitet, der auch die Vertreter der im Kreis ansässigen Wirtschaftsverbände und Kammern, Gewerkschaft, Kommunen, die Agentur für Arbeit sowie die Schulaufsicht angehören.

Kein Abschluss ohne Anschluss
Kein Abschluss ohne Anschluss

Berufsfelderkundung kompakt

– Schüler lernen an drei Tagen verschiedene Berufsfelder kennen

– Dauer ca. 6 Stunden

– interessierte Unternehmen können Ihre Angebote auf dem Buchungsportal  www.berufsfelderkundung-mk.de einstellen.

Ansprechpartner: Michael Herget, Kommunalen Koordinierung

Märkischer Kreis, Telefon: 02351 966-6520.

 

 

 

 

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Elke Teipel hat ihr Handwerk von der Pike auf gelernt. Seit über 25 Jahren ist sie als Journalistin in ganz Westfalen unterwegs - bei der Westfälischen Rundschau in Lüdenscheid, im Lenne- und im Volmetal, für den Remscheider General-Anzeiger im Bergischen Land.

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