Auch diese Drucke mit Lüdenscheider Motiven von Reno Lochmann wurden in der Galerie auf Zeit angeboten.

Steffen Schulte-Lippern beseitigt noch die letzten Spuren des Siebdruck-Workshops. „Es ist spät geworden“, sagt er. Wenig später präsentiert sich die „Highstreet Gallery“ wie aus dem Ei gepellt. Es ist der letzte Tag im leerstehenden Ladenlokal aus der Hochstraße 7 in Lüdenscheid. Die kreativen Köpfe, die die Galerie auf Zeit ins Leben gerufen haben, läuten den Schlussverkauf ein. Außerdem warten sie auf die Käufer, die die Bilder bestellt haben, die bis zum letzten Tag hängen sollten. Kahle Wände? Das macht sich nicht gut in einer Galerie.

Wieder weiße Flecken an der Wand

Eine gut verpackte Grafik von Reno Lochmann wird abgeholt. Er hat markante Lüdenscheider Gebäude unter dem Titel Lichtstadt Lüdenscheid im Retro-Look in Szene gesetzt. Die Grafiken muten an, wie Plakate aus der 60er Jahren. Steffen Schulte-Lippern hat eine Reihe seiner typischen Fotos ausgestellt. Auch das Bild vom Rollercoaster“ wird am Samstag abgeholt. Ein weißer Fleck mehr an der Wand.

Ein Projekt auf Zeit

Es macht nichts. Das Projekt war auf Zeit angelegt. Es sollte Kreative aus Lüdenscheid zusammenbringen, Interessenten in die Oberstadt locken und zudem noch einem guten Zweck dienen. Ein Teil des Verkaufserlöses wird zur Unterstützung der Opfer der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen verwendet.

An den 24 Tagen, an denen seit dem 30. November Fotos, Bilder, T-Shirts, Kunstkarten, Bücher, Plakate, Buttons und Plastiken verkauft worden sind, sind die Erwartungen der Organisatoren übertroffen worden. „Wir haben gut 75 Prozent verkauft“, sagt Farina Kirmse. Auch die Spendenbox ist gut gefüllt. Was ist unter dem Strich herausgekommen? Noch müssen die Organisatoren schätzen. „Zusammen mit dem Spendenkonto, das die Agentur David & Goliath eingerichtet hat, bestimmt eine fünfstellige Summe“, glaubt Farina Kirmse.

Benefizaktion für Taifun-Opfer

Nick van Meerbeeck aus Lüdenscheid hatte die Benefizaktion für die Taifun-Opfer ausgelöst. Er ist ein Freund der Kreativen aus der Agentur David & Goliath und befand sich während der Katastrophe auf den Philippinen. Sofort engagierte sich der junge Mann als freiwilliger Helfer vor Ort und nahm Kontakt zur Lüdenscheider Agentur auf. Nick berichtete seinen Freunden vom Leid der Menschen. Spontan riefen die Kreativen aus der Altstadt die Hilfsaktion ins Leben.

Herzblut in das Projekt gesteckt

Die Galerie auf Zeit hat sich aus Sicht der Organisatoren bewährt. „Jetzt müssen wir hier erst mal abschließen. Wir haben viel Herzblut in das Projekt gesteckt“, sagt Farina Kirmse. Dass später an anderer Stelle in Lüdenscheid wieder einmal eine Galerie auf Zeit ihre Pforten öffnet, will sie aber nicht ausschließen.

 

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