Die Musikschule an der Altenaer Straße soll den kompletten VHS-Teilstandort Knapper Straße aufnehmen.

Lüdenscheid. Neubau der Musikschule am Staberg, Umzug von VHS-Seminarräumen in das alte Postgebäude an der Altenaer Straße und ein Kulturhaus, das keine Räume an andere Einrichtungen wie etwa die VHS abgeben muss: So sieht grob skizziert das Alternativmodell zur verbesserten Unterbringung der VHS im Zuge der Altstadt-Aufwertung aus. Damit ist die komplette Verlagerung des VHS-Teilstandortes aus der Knapper Straße ins Kulturhaus vom Tisch.

Wenige Besucher beim Info-Abend

Am Mittwoch, 2. Dezember, berät der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt über diesen Vorschlag. Am Montag wollte die Verwaltung dieses Alternativmodell mit der Bürgerschaft diskutieren. Die Resonanz auf dieses Gesprächsangebot war allerdings denkbar schwach. „Ich bin enttäuscht darüber, dass ich nur drei oder vier von denen sehe, die eine stärkere Bürgerbeteiligung gefordert haben“, kommentierte Bürgermeister Dieter Dzewas die spärlich besetzten Stuhlreihen im Ratssaal.

Heimatverein „erleichtert“

Vertretern aus der Politik erschien am Montag das Konzept schlüssig. „Ich bin froh, dass alternative Modelle geprüft worden sind“, sagte Michael Thomas-Lienkämper (Die Linke). Auch von anderer Seite gab es keinen Widerspruch. Dr. Arnhild Scholten zeigte sich aus Sicht des Heimatvereins „erleichtert“ über den neuen Vorschlag. Zustimmung auch von Rüdiger Wilde: „So erhält die alte Post eine Funktion, mit der man langfristig leben kann“, sagte der Lüdenscheider Architekt.

Musikschulneubau fällt kleiner aus

Mit dem neuen Konzept folgt die Verwaltung auch den Vorgaben der Fördergeber. Sie legen Wert darauf, dass vorhandene Bausubstanz genutzt wird. Neubaumaßnahmen sollen auf das Notwendigste beschränkt sein. Und so der Musikschulneubau, der nach den Ursprungsplänen den VHS-Teilstandort Knapper Straße aufnehmen sollte, jetzt deutlich kleiner ausfallen.

Zustimmung der Denkmalbehörden

Der Umbau der alten Musikschule sei mit einem Aufwand von rund 2,4 Millionen Euro zu stemmen, erläuterte Architektin Gudrun Abendroth von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt. Er führe lediglich zu einer Überschreitung des IHK-Gesamtbudgets von etwa 11.000 Euro. ZGW-Betriebsleiter Frank Kuschmirtz teilte weiter mit, dass die Denkmalbehörden bereits Zustimmung zu den Umbauplänen signalisiert hätten.

Scholten: Brandschutz für den Markt in der Bücherei

Rolf Scholten, Vorsitzender des Fördervereins der Stadtbücherei, beklagte aus seiner Sicht ein Versäumnis im Altstadtkonzept.

Rolf Scholten fordert Brandschutz-Aufrüstung für den Markt in der Stadtbücherei.
Rolf Scholten fordert Brandschutz-Aufrüstung für den Markt in der Stadtbücherei.

Er habe kein Verständnis dafür, dass im Zuge der Umsetzung der Markt in der Stadtbücherei nicht brandschutztechnisch aufgerüstet werde. Dieser Veranstaltungsraum sei das „Herz der Stadtbücherei“, die wiederrum eine der am stärksten besuchten Einrichtung in der Altstadt sei. Der Markt müsse dringend wieder für Veranstaltungen geöffnet werden.

Bürgermeister Dieter Dzewas räumte ein, dass die Freigabe sicher „wünschenswert“ sei. Das hänge aber davon ab, ob die Stadt über ausreichend Eigenmittel für dieses Vorhaben verfüge. Fest eingeplant sind bislang die Verbesserung der Barrierefreiheit sowie die energetische Erneuerung der technischen Ausstattung.

 

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