Der Verletzte auf dem Gelände des Baubetriebshofes wurde sicher geborgen und transportiert.

Schalksmühle. Einsatzleiter Dirk Hauck kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als seine Feuerwehrkameraden den schweren Dummy auf die Trage plumpsen lassen. „Nochmal“, ruft er und siehe da, es geht auch ein wenig vorsichtiger. Wenig später zeigt die Schalksmühler Jugendfeuerwehr, dass ein auch bei einer Übung bei tropischer Hitze sanft und sorgfältig bei der Bergung und dem Transport eines Verletzten vorgehen kann. Unter dem Strich ist der Löschgruppenführer nach dem Test bei der jährlichen 24-Stunden-Übung der Löschgruppe Schalksmühle mit seinen jungen Leuten zufrieden.

Bei Temperaturen um die 30 Grad fließt jede Menge Schweiß

Der Feuerwehrnachwuchs probte zusammen mit erfahrenen Wehrleuten am Baubetriebshof der Gemeinde. Ein Knall, Rauchentwicklung, zwei Verletzte, ein Toter. An der Hälverstraße erwartete die Einsatzkräfte zunächst eine unklare Lage. Schnell war allerdings klar: Dieser Einsatz forderte ein Vorgehen in zwei Abschnitte. Löschangriff von zwei Seiten, dazu die Bergung der Opfer.

Schwierige Bergung: Einer der Schwerverletzten lag auf der Ladefläche eines Lkw.
Schwierige Bergung: Einer der Schwerverletzten lag auf der Ladefläche eines Lkw.

Als besonders schwierig erwies sich der sichere Abtransport eines Rückenverletzten. Er lag auf der Ladefläche eines Lkw – da mussten die jungen Leute schon ihre ganzen Kenntnisse und hohen körperlichen Einsatz aufwenden – bei Temperaturen um die 30 Grad floss jede Menge Schweiß.

Alles korrekt nach Drehbuch

Nach wenig mehr als einer Stunde war der Übungseinsatz am Betriebshof beendet. Es folgte die Nachbesprechung am Gerätehaus. Hier konnte Unterbrandmeister Tobias Katte, der das Szenario für die Jugendfeuerwehr entwickelte hatte, mit seinem Kollegen und dem Nachwuchs klären, ob alles korrekt nach Drehbuch gelaufen war.

Rettungspunkte können Leben retten

„Dabei geht es nicht in erster Linie um Kritik“, sagte Uwe Hofbauer. „Aber Fehler müssen schon angesprochen werden.“ Uwe Hofbauer und Stefan Mölders waren zu diesem Zeitpunkt schon gespannt auf den Ablauf des nächsten Einsatzes, für den sie das Szenario entwickelt hatten. Zwei Männer im nächtlichen Wald bei Rotthausen. Einer der beiden bemerkt, dass seine Kollege plötzlich verschwunden ist. Er alarmiert die Feuerwehr und gibt die Nummer des Rettungspunktes durch, an dem er sich befindet.

68 Adressen mitten im Wald

Gut zu wissen: An 68 Punkten in den Schalksmühler Wäldern (Hütten, Ruhebänke, Wegekreuzungen, Parkplätzen usw.) Schilder angebracht. In roter Schrift auf weißem Grund sind sie als Rettungspunkt gekennzeichnet. Sie tragen die Notrufnummer 112 und die Nummer des Rettungspunktes. Wenn ein Notruf bei der Kreisleitstelle aufläuft und der Anrufer die Nummer des Rettungspunktes angeben kann, wissen die Mitarbeiter exakt, wo sich der Anrufer befindet.

Wärmebildkamera im Einsatz

Kein Problem also für die Wehr, den Rettungspunkt zu finden. Bei der Suche nach dem Vermissten muss sie allerdings alle Register ziehen. Wärmebildkamera, Ausleuchtung des Waldstücks und spezielle Kontaktgeräte zur Eigensicherung – die technischen Hilfsmittel führen schließlich zum Erfolg. Die Einsatzkräfte finden den Vermissten, der sich bei einem Sturz im unwegsamen Gelände verletzt hat.

Die 24-Stunden-Übung endete am Samstag mit technischer Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall. Auch hier war das Szenario so angelegt, dass die Löschgruppe Schalksmühle ihre Einsatzbereitschaft an zahlreichen technischen Hilfsmitteln überprüfen konnte.

 

 

 

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