Bühne frei für die "Schachnovelle". Foto: TWS

Schalksmühle. Das Team der Theaterwerkstatt Schalksmühle (TWS) fiebert der Premiere seines neuen Stücks entgegen. Am Samstag, November, spielt es die „Schachnovelle“ (nach der gleichnamigen Erzählung von Stefan Zweig) erstmals öffentlich. Die Vorstellung beginnt um 18 Uhr im Forum der Grundschule Spormecke. Weitere Termine: 5., 17., 18. und 19.November (jeweils 18 Uhr). Kartenvorbestellung unter der Telefonnummer 02355/840.

„Same procedure as last year?“ fragt Butler James Miss Sophie seit mittlerweile 54 Jahren. Und alle Jahre wieder antwortet Miss Sophie: „Same procedure as every year.“ Claudia und Uwe Baumann kennen sich aus mit dem „Dinner for One“. Oft genug haben sie als Miss Sophie und Butler Jones geglänzt. Das Ehepaar aus Lüdenscheid zählt zu den Gründungsmitgliedern der Theaterwerkstatt Schalksmühle (TWS) – gestartet 1988 als Theaterprojekt Schalksmühle unter Volker Freibott, nach einigen Jahren fortgesetzt als Theaterwerkstatt mit Regisseurin Ingrid Kämper. Seitdem fragt sich die Truppe alle Jahre wieder „Same procedure als every year?“ Ja, antworten sie. Die Männer und Frauen wollen wieder auf die Bühne, auch in diesem Jahr.

Eine Partie, die mehr ist als nur ein Spiel

Das Ensemble traf sich im Januar – erste Annäherung an die Schachnovelle in der Bearbeitung von Helmut Peschina. Die Geschichte spielt an Bord eines Passagierdampfers auf der Fahrt von New York nach Buenos Aires. Dort treffen der Tiefbauingenieur McConnor, Schachweltmeister Mirko Centovic und der ehemalige Gefangene Dr. Bertram aufeinander. Die Gestapo hatte Dr. B. monatelang in Einzelhaft gesperrt. Hier begann er Schachpartien nachzuspielen und verfiel dem Spiel der Könige. Auf dem Schiff lässt er sich zu einer Partie mit dem Weltmeister überreden, eine Partie, die mehr als nur ein Spiel ist.

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Die Partie ist für den ehemaligen Gefangenen Dr. Bertram mehr als nur ein Spiel. Foto: TWS

Reinhard Meyer gibt die Richtung vor

Die Schachnovelle ist auch für das TWS-Team mehr als nur ein (Theater) Spiel. Von wegen „same procedure“: neuer Regisseur, neues Bühnenelement, ein Trailer. Reinhard Meyer ist der neue Mann, der die Richtung vorgibt. Meyer hat jahrzehntelang die Lüdenscheider Bühnenmäuse im CVJM-West geleitet. Nach dem Tod der langjährigen TWS-Regisseurin Ingrid Kämper im Oktober 2015 sprang er ein. Mit großem Erfolg brachte Meyer das laufende Stück „Die zwölf Geschworenen“ zu Ende. Dann seine Entscheidung: Er macht weiter. Erleichterung bei der Truppe. Die Chemie stimmt. Der gelernte Schreiner arbeitet als Bühnentechniker im Kulturhaus Lüdenscheid – ein Theatermann. Auf zum Neustart mit dem neuen Regisseur.

Die Gemeinde Schalksmühle unterstützt die TWS. Klare Verhältnisse: „Wir sind kein Verein. Die Gemeinde finanziert vor und kassiert die Einnahmen. Vereinsmeierei können wir uns sparen.“ Das klappt seit Jahren.

Ensemble: Uwe Baumann (McConnor), Sven Schneider (Dr. Bertram), Michael Lynker (Schachweltmeister Czentovic), Felicitas von Biedersee, Claudia Baumann, Hendrik vom Heede, Jan-Arne Heyrock, Carsten Schmidt, Dietmar Wilde, Simone Thewes, Andreas Stach, Michaela Half-Dicke, Markus Schwarz, Anne Chmielek, Janina Jocks, Anke Schneider, Miriam und Florian Baumann, Regie: Reinhard Meyer.

 

 

 

 

 

 

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