Dirk Maximowitz beim Diskuswerfen. Foto: TACH!/Archiv
Halver/Zella-Mehlis. (lghs) Mit einem sechsten (Dirk Maximowitz) und einem elften Platz (Ekkehard Arnoldi) kehrten die beiden Mehrkämpfer der LG Halver-Schalksmühle am Samstag von den Deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften in Zella-Mehlis zurück ins Sauerland.
Nachdem sich LG-Sportwart Dirk Maximowitz beim Sprinttraining am Dienstag vor dem Wettkampf noch eine leichte Zerrung in der linken Wade zugezogen hatte, begann er den Wettkampf mit gemischten Gefühlen. Bei der ersten Disziplin, dem Weitsprung, machte sich die Verletzung zwar kaum bemerkbar, mit 4,91 m blieb der 50-Jährige allerdings etwas hinter den Erwartungen zurück und belegte zunächst Platz fünf.

Im Diskuswurf lief’s nicht rund

Auch beim Diskuswurf lief es nicht rund: nach einem ungültigen ersten und einem verunglückten zweiten Versuch (30,71 m) konnte er sich im dritten Durchgang immerhin noch auf 34,22 Meter steigern. Dank der drittbesten Weite des gesamten Teilnehmerfeldes kletterte Maximowitz in der Gesamtwertung auf Rang 3.
Im folgenden 200-Meter-Lauf kam Maximowitz auf der ungünstigen Innenbahn zunächst gut ins Rennen und lag nach gut 100 Metern auf Rang zwei in seinem Lauf. Dann machte sich aber plötzlich die Wadenverletzung wieder bemerkbar, der Halveraner musste etwas Geschwindigkeit herausnehmen und kam so nach 27,54 Sekunden als Dritter seines Laufes in Ziel. Das war nur die siebtschnellste Zeit des Feldes, so dass er wieder auf Rang vier zurückfiel.

Zur Medaille fehlten 200 Punkte

Mit der drittbesten Weite des Tages im Speerwurf (39,18 Meter) konnte Maximowitz diesen Platz zunächst verteidigen. Doch schon beim Einlaufen für den abschließenden 1500-Meter-Lauf war klar, dass der LG-Sportwart nur ein einziges Ziel haben konnte: Irgendwie ins Ziel zu kommen. An Tempomachen war angesichts der Wadenzerrung nicht zu denken, und so musste sich Maximowitz mit 6:19,66 Minuten begnügen anstatt der eigentlich anvisierten 5:30 bis 5:40 Minuten. Deshalb konnten in der Gesamtwertung noch zwei Sportler an ihm vorbeziehen, so dass am Ende Rang sechs mit 2748 Punkten blieb. Zu einer Medaille fehlten etwas mehr als 200 Punkte – die hatte der Halveraner allein im 1500-m-Lauf verloren.

Pech für Ekkehard Arnoldi

Für den Plettenberger Ekkehard Arnoldi, seit Beginn dieses Jahres im Trikot der LGHS startend, begann der Wettkampf deutlich positiver. Mit 3,98 Meter im Weitsprung verpasste er zwar wieder die 4-Meter-Marke, blieb aber nur einen Zentimeter unter seiner Jahresbestleistung. Im Diskuswurf gab’s dann den ersten Rückschlag. Beim Einwerfen landete die 1,5 Kilogramm schwere Scheibe noch zweimal bei den angestrebten 27 bis 28 Metern, nach den drei gemessenen Versuchen standen aber leider nur 26,01 Meter zu Buche.

1500-Meter-Lauf nicht beendet

Über 200 Meter blieb Arnoldi mit 33,09 Sekunden nur knapp über seiner Jahresbestzeit und konnte angesichts der engen Kurven in Zella-Mehlis und einem Gegenwind von 0,7 Metern pro Sekunden durchaus zufrieden sein. Im Speerwurf blieb der Plettenberger dann aber wieder etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück. 36 bis 37 Meter hatte er sich vorgenommen, mit 34,86 Metern wurde der weiteste Versuch gemessen – wieder ein paar Punkte weniger als erhofft. Trotzdem war vor dem 1500-Meter-Lauf noch eine neue Jahresbestleistung im Fünfkampf möglich – leider konnte Arnoldi den Lauf aber nicht beenden, fand sich im Gesamtklassement aber trotzdem am Ende mit 1516 Punkten auf dem elften Platz unter zwölf Teilnehmern wieder.

Fast 30 Sekunden Vorsprung

Den Titel holte sich mit einem ausgeglichenen Mehrkampf Andreas Glück von der LG Welfen (Württemberg), der im Diskus- und Speerwurf die Tagesbestweiten erzielte, vor dem laufstarken Dr. Ted Spitzer (SV Germania Helstorf/Niedersachsen), der im abschließenden 1500-Meter-Lauf fast 30 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Glück herauslief.

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