Die Gewerkschafter zeigten sich beim Warnstreik am Montag kampfbereit. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die heimischen Metaller machen ernst: In der laufenden Tarifauseinandersetzung um höhere Löhne und Gehälter in der Metall- und Elektroindustrie beteiligten sich am Montagmittag rund 250 Frauen und Männer an einem Warnstreik auf dem Gelände von Busch-Jaeger Elektro am Freisenberg. Neben Mitarbeiten von Busch-Jaeger legten während des Warnstreiks auch Mitarbeiter von Hueck und Le Bronze alloys vorübergehend die Arbeit nieder.

Arbeitgeberangebot unzureichend

Die Marschrichtung ist klar: „Wir wollen mehr, die 5 muss her“, skandierten die Metaller unter der Anleitung von IG Metall-Sekretär Kevin Dewald. Gudrun Gerhardt, 1. Bevollmächtigte der IG Metall im Märkischen Kreis, kritisierte das aus Gewerkschaftssicht völlig unzureichende Arbeitgeberangebot von 2,4 Prozent Lohn und Gehalt, das zudem in zwei Stufen umgesetzt werden soll.

1. Bevollmächtigte Gudrun Gerhardt kündigte weitere Warnstreiks in Hemer und Plettenberg an. Foto: Wolfgang Teipel
1. Bevollmächtigte Gudrun Gerhardt kündigte weitere Warnstreiks in Hemer und Plettenberg an. Foto: Wolfgang Teipel

Noch zum Beginn des Jahres hätten sich viele Unternehmen skeptisch zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung geäußert. „Heute ist klar: Den meisten geht es gut“, sagte Gudrun Gerhardt. Das sei auch ein Verdienst der Beschäftigten. „Und deshalb sollt Ihr euren Anteil bekommen.“

Am Dienstag und Mittwoch folgen Warnstreiks in Hemer und in Plettenberg. Danach hofft Gudrun Gerhardt auf ein neues Angebot der Arbeitgeber. „Sollten sie sich nicht bewegen, werden wir nach Pfingsten zu Tagesstreiks aufrufen“, kündigte die 1. Bevollmächtigte an.

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