Szenenfoto aus "Ein Volksfeind". Foto: Salih Usta

Lüdenscheid. Am Mittwoch, 11. Januar, um 19:30 Uhr wird das Ensemble der Kempf Theatergastspiele mit dem Schauspiel „Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen in das Kulturhaus kommen. „Ein Volksfeind“ spielt zwar im 19. Jahrhundert, kann aber auch auf die heutige Zeit bezogen werden und regt zum Nachdenken an. Die Rollen werden mit Rufus Beck, Christiane Mudra, Michael Rast und Weiteren besetzt.

Zum Inhalt: Eine kleine norwegische Stadt hat es geschafft. Endlich floriert das mit viel Aufwand renovierte Heilbad. Es zieht zahlreiche Kurgäste an und führt zu wirtschaftlichem Aufschwung für alle. Die kleine Stadt erwartet goldene Zeiten.

Katastrophe droht

Da befällt eine seltsame Typhus- und Gastritis- Epidemie den Kurort. Der Badearzt Thomas Stockmann hat in mühevoller Forschungsarbeit die Ursache herausgefunden: Die Abwässer der Industrie oberhalb der Stadt haben die Heilquellen vergiftet. Dr. Stockmann will die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen. Nur durch eine sofortige, gründliche Sanierung kann eine Katastrophe verhindert werden.

Sein Bruder, der Landrat, möchte die Wahrheit nicht zulassen. Die mehrjährige Schließung des Kurbetriebes wäre das Ende des Aufschwungs und der Zusammenbruch aller finanziellen Träume – kurz vor seiner Wiederwahl.

Bruderkampf entwickelt sich

Es kommt zum Bruderkampf. Dr. Stockmann, der die Wahrheit nicht verschweigen will, verliert nicht nur seine Anstellung als Badearzt, sondern scheitert auch bei dem Versuch, das Volk aufzuklären. Durch Erpressungsversuche seines Bruders und dessen Interessenvertretern wird er in der Öffentlichkeit zum Nestbeschmutzer und Volksfeind gestempelt.

Regisseur hält Gesellschaft den Spiegel vor

Rainer Erler hält in seiner Neufassung des Dramas furchtlos einer „ehrenwerten Gesellschaft“ den Spiegel vor. Das Drama sind bei ihm die Menschen selbst. Sie bewegen sich nicht im Mittelmaß. Seine Figuren waten im tiefen Morast, bis sie darin steckenbleiben. In seiner Neufassung von Henrik Ibsens „Volksfeind“ wird ausgesprochen, was ausgesprochen werden muss, damit das Bekannte erkannt wird und die Gewissenlosen mitten ins Gewissen trifft. In diesem Stück trifft der Witz der Lüge auf den schleichenden Gang der Wahrheit.

Für die Veranstaltung gibt es noch Karten zu Preisen von 13,00 € bis 18,50 €, zzgl. 10% VVk. Gebühr an der Theaterkasse des Kulturhauses (Tel: 02351/ 171299) und – nach Vorrat – noch an der Abendkasse vor der Veranstaltung. An der Abendkasse gilt ein erhöhter Eintrittspreis. Weitere Informationen gibt es unter: www.kulturhaus-luedenscheid.de.

 

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