Er schwebt anmutig ganz in unserer Nachbarschaft über Felder und Wiesen hoch am Himmel, der rote Milan (Milvus milvus). Oft kann man ihn kreisend über frisch gemähten Feldern bei der Ausschau nach Beute beobachten , die er im Sturzflug ergreift. Der Rotmilan gehört zu den Bekanntesten aber leider auch durch die Hand des Menschen zu den seltensten Greifvogelarten der Welt.

Durch die Intesivlandwirtschaft, hier vor allem durch die vermehrte Anwendung von Pestiziden, besonders Rodentiziden (Rückgang an Nagetieren, aber auch direkte Vergiftungen) ist der Rotmilan besonders gefährdet. Weltweit wird der Bestand des Rotmilans auf 22.000 Brutpaare geschätzt, wovon mehr als die Hälfte in Deutschland leben.

Erkennen können wir den Rotmilan an der im Gesamtbild Rotbraunen Färbung seiner Federn. Das Kopf-, Nacken- und Kehlgefieder ist sehr hell und weist auffallende schwarze Federnschäfte auf. Männliche und Weibliche Rotmilane unterscheidet lediglich das Gewicht, wobei ein schweres Weibchen bis zu 1,4 Kilogramm und ein schweres Männchen bis zu 1,1 Kilogramm wiegen kann.
Die Spannweite des Rotmilans kann von 1, 50 Meter bis zu 1, 74 Meter betragen, wobei er eine Körperlänge von 60 bis 73 Zentimetern erreichen kann und somit größer wird als der Mäusebussard und der Fischadler.

Der Rotmilan geht auf unseren benachbarten Feldern und Wiesen auf die Jagd und erspäht seine Beute aus der Luft. Hauptsächlich ernährt er sich von kleinen Säugetieren wie Mäusen oder Feldhamstern und Vögeln wie Amseln, Drosseln oder Drohlen, aber auch von Aas. In Ländlicheren Gegenden finden die Rotmilane ihre bevorzugten Brutplätze in Buchen, Eichen und Mischwäldern mit nahegelegenen Feldern, Wiesen und Weiden. Hier brütet ausschließlich das Weibchen 32 Tage lang bis zum schlüpfen der kleinen Milane, wobei der Brutbeginn bei Anfang bis Mitte April liegt. Nach dem schlüpfen bleiben die Jungen rund 50 Tage im Horst und erst nach weiteren 5 Wochen sind sie völlig selbstständig. Nachdem sie flügge sind, schließen sich die jungen Rotmilane zu kleinen Gruppen zusammen und verbringen das erste Jahr gemeinsam.

 Da etwa 50% des Weltbestandes des Rotmilans in Deutschland vorkommen, tragen wir eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art. – kj

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here