Ein riesiges Buch dokumentiert die den Entstehungsprozess der 70 Visionen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Wer Visionen hat, muss nicht unbedingt zum Arzt gehen. Er kann mit seinem Traum auch dazu beitragen, dass Lüdenscheid lebenswerter wird. Die 70 Lüdenscheider Visionäre arbeiten bereits daran. Seit Dienstag präsentiert der Zusammenschluss von Lüdenscheider Selbstständigen seine Vorstellungen von einem besseren Leben in der Stadt mit einer Ausstellung im Stern-Center. „Sie haben einen tollen Prozess angeschoben“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas bei der Ausstellungseröffnung. Er könne eine Bewegung auslösen, die sich nachhaltig zum Wohl der aus Stadt auswirken könne.



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11.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Bürgermeister Dieter Dzewas eröffnete am Dienstagabend die Ausstellung im Stern-Center. Sie wird dort bis zum 30 Mai zu sehen sein. Anschließend wandert sie ins Rathaus. Foto: Wolfgang Teipel

Vom Outdoor-Skaterpark im Kulturhausgarten über Pop-up Stores, Straßenkunst, einen Schwimmbereich an der Versetalsperre bis zum Waldkindergarten in den ehemaligen Panzerhallen oder einen Weihnachtsmarkt in der Altstadt – die Visionäre haben in rund 11.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit 70 Ideen gesammelt. Manche muten ein wenig schräg an, wie die Vision Nummer 22: Ein „Wald in Glas“ im ehemaligen Sinn-Leffers-Gebäude. Matthias Czech vom Lenkungskreis der Visionäre stört das nicht. „Wichtig ist, dass Gespräche in Gang gesetzt werden“, sagte er bei der Ausstellungseröffnung.

Berührungspunkte vorhanden

In einigen Bereichen seien Berührungspunkte zwischen den Vorstellungen der Lüdenscheider Aktivisten und der Stadtverwaltung vorhanden, erklärte Bürgermeister Dzewas. „Da ist eine Zusammenarbeit möglich.“ Er kann sich ebenfalls vorstellen, dass manche Denkanstöße auch dazu beitragen könnten, die Schere im Kopf zu lösen und neue Wege zu gehen. „Vieles wird aber Vision bleiben“, glaubt der Rathaus-Chef.

Vision 67: Ein Waldkindergarten in den ehemaligen Panzerhallen im Stilleking. Foto: Wolfgang Teipel

Die Visionäre setzen darauf, dass Besucher des Stern-Centers, den neuen Prozess noch verstärken. Sie können auf einer Stimmkarte Ideen favorisieren und eigene Vorschläge einbringen. Das Stern-Center verlost unter allen Teilnehmern regelmäßig Einkaufsgutscheine.

Bis 30. Mai im Stern-Center

Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai im Stern-Center zu sehen. Danach wandert sie ins Rathaus. Die Ideenschau wird abgerundet durch ein riesiges Buch. Es dokumentiert den Entstehungsprozess der Visionen.

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