"Rawsome Delights" punkten mit eigenwilligen Interpretationen handverlesener Songs. Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Manchmal sind in Lüdenscheid Musiker zu Gast, die so ungewöhnlich für die Musikszene der Stadt sind, dass es sich besonders lohnt, einfach einmal z.B. in die Oberstadt zu pilgern und sich einen Abend lang von ihnen unterhalten zu lassen. So geschehen z.B. am Samstag, den 14.3., als das Duo „Rawsome Delights“ bei Karo auftrat.

Sie fallen aus dem Rahmen

Musik kann manchmal einfach nur Spaß machen.
Musik kann manchmal einfach nur Spaß machen.

„Rawsome Delights“ sind zwei Musiker aus Dortmund, bestehend aus Jenny Wenig (Gesang, Kazoo) und Eddie Arndt (Gitarre, Gesang), die rein optisch bereits aus dem Rahmen fallen und sich auch mit ihrer Musik deutlich von anderen Coverbands unterscheiden.

So covern sie nur Songs, die sie ganz persönlich mit ihren Lebensumständen verbinden und verleihen ihnen durch ihre eigenwillige Interpretation eine besondere Note. Man fühlt sich als Zuschauer den ganzen Abend zwischen nostalgischen Erinnerungen und Neuzeit hin und her gerissen. Sie singen Lieder, die man nicht oft zu hören bekommt und die nicht unbedingt dem Mainstream entsprechen. Doch die beiden schaffen es, dass man Lust darauf bekommt, mehr davon zu hören. So bezeichnet das Duo seine Musik auch als die Suche nach musikalischen Diamanten, nach unvergänglicher Musik, die es zu finden und in einem neuen Gewand, dem Publikum nahezubringen gilt.

Finest Acoustic Secondhand Diamonds

Das Publikum mochte sie sehr.
Das Publikum mochte sie sehr.

Das sagen Jenny Wenig und Eddie Arndt über sich selbst: „Rawsome Delights“ sind Finest Acoustic Secondhand Diamonds. Handverlesene Coverstückchen der 40er- bis 60er-Jahre und neuzeitliche Vintage-Schätze … … Das Programm bietet musikalische Leckerbissen von Billy Holiday bis Caro Emerald, von den Stray Cats bis Etta James.

Man spürt, dass nur Songs ins Repertoire finden, die beiden Musikern selbst am Herzen liegen – und die sie sich auf ihre direkte und unkomplizierte Art zu eigen machen. Die Harmonie der beiden ausdrucksstarken Stimmen, die Spielfreude und augenzwinkernde Leichtigkeit, und die charmante und kraftvolle Bühnenpräsenz machen Auftritte von „Rawsome Delights“ zu einem musikalischen Vergnügen.“

Dem kann man nicht viel hinzufügen, außer, dass die beiden Musiker ihren besonderen Stil auch optisch leben. Die Mode von Sängerin Jenny ist ein wirklich extravaganter Stilmix aus 40-er und 50-ger Jahren. So „Avantgarde“, dass man – zumindest als Frau – inspiriert ist und so ein Outfit selbst gern mal im Schrank hätte. Eddie zelebriert den Gambler-Look der zwanziger und dreißiger Jahre des vorangegangen Jahrhunderts ebenfalls perfekt. Zusammen ergeben sie ein Gesamtbild, das ihre Songs noch einmal deutlich unterstützt.

Eigentlich wollten sie nie zusammen spielen

Stylish, die beiden Musiker! Und sehr verliebt!
Stylish, die beiden Musiker! Und spürbar verliebt!

Witzig auch, was die beiden über die Entstehungs-geschichte ihres Duos erzählen. Eigentlich wollten sie nie zusammen spielen, weil sie auch ein Paar sind. Sie hatten Angst, dass dies nicht klappen würde.

Aber ihre jeweils eigenen Bands reduzierten sich gleichmäßig, stückweise und gleichzeitig, bis nur noch sie beide übrigblieben. Ja, und so wurden sie dann doch nicht nur ein Paar im privaten Leben sondern eben auch eines auf der Bühne. Schicksalhaft wie sie beide meinen. Und sehr romantisch…

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