Lichtblick auf dem Zukunftsdenkmal: Allen soll ein Licht aufgehen. Foto: Elke Teipel

Lüdenscheid. Die Tour durch die Stadt ist geschafft. Der Bauzaun, das Zukunftsdenkmal Lüdenscheid, steht wieder in der Städtischen Galerie – Ausgangspunkt und Endstation. Im Rahmen des Projektes „Global Brainstorming: Lima-Lyon-Lüdenscheid“ haben Lüdenscheider den leeren Bauzaun in zwei Wochen gespickt mit Zetteln, Collagen, Blumen, Flyern und Bildern. Im Hinterkopf: Allen in der Stadt des Lichts soll ein Licht aufgehen –  Wünsche, Anregungen, Ideen, Mahnungen. „Man konnte rauslassen, was man gedacht hat, aber was man nie rauslassen konnte“, stellte eine Schülerin am Donnerstagabend beim „Künstlergespräch“ in der Städtischen Galerie fest.

Die Klasse 8c vom BGL stellte ihre Kritik und Visionen vor. Foto: Elke Teipel

Kinderpartei

Auch die Schüler vom Bergstadtgymnasium haben aufgeschrieben, was ihnen passt und was nicht. Tyfan Senkulak und Wissam Alsheikh Yassin aus der 8c möchten z.B. eine Kinderpartei. Die jungen Leute fühlen sich nicht ernst genommen. Sie wünschen sich für die Zukunft an erster Stelle Gesundheit, es folgen Sicherheit und mehr Ruhe. Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler eine Liste von Mängeln am BGL aufgeschrieben sowie ganz konkrete Wünsche für den Schulalltag wie Handynutzung in der Pause, Reparaturen der Räume und dass sie nicht „von Hausaufgaben zugeballert“ werden.

Teilnehmer und Initiatoren beim Künstlergespräch. Foto: Elke Teipel

„Unbändige Energie“

Dr. Susanne Conzen, Leiterin der Städtischen Galerie, sprach von einer unbändigen Energie, die die Aktion ausgelöst habe. Die Initiative hatte der Lions Club Lüdenscheid Medardus gestartet, mit im Boot Galerie und Kunstfreunde Lüdenscheid (KFL). Hermann Josef Hack, Gründer des Global Brainstorming Projekts und sein Künstlerkollege Andreas Pohlmann begleiteten die Aktion.

Arnd Fiedler, Hermann Josef Hack, Dr. Susanne Conzen, Andreas Pohlmann und Rüdiger Hoffmann im Gespräch über das Kunstprojekt. Foto: Elke Teipel

Es geht noch eine Weile weiter

„Das Projekt fängt jetzt erst an“, sagte Andreas Pohlmann am Donnerstagabend. Die nächsten Schritte: Dokumentieren und zur Diskussion stellen. Das sei noch „eine Weile“ in der Städtischen Galerie am Sauerfeld möglich, so Dr. Conzen. Sie lud ein: kommen, schauen, mitmachen. Hermann Josef Hack machte allen Mut: „Hallo, da geht noch was. Man muss nur anfangen.“ Lions-Präsident Rüdiger Hoffmann beschwor die „Diskussion von unten“: „Man kann etwas bewegen, wir sind nicht wenige“.

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