Beim Treffen in der Provinzial-Agentur nahmen Lisa Marie Vetter und Rolf Störmann die symbolischen Schecks entgegen. Randolf Bilz (links) und Michael Riepegerste (3. von links) spenden seit Jahren. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Lisa Marie Vetter und Rolf Störmann treffen sich nur einmal im Jahr. Dann gibt’s in der Provinzial-Agentur Bilz & Riepegerste Geld fürs Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe und das Tierheim Dornbusch. Geschenke für Leute, die schon alles haben, das halten Randolf Bilz und Michael Riepegerste für überflüssig. Deshalb spenden die beiden Geschäftsstellenleiter lieber da, wo es wirklich nötig ist.

Seit einigen Jahren unterstützen sie das Olper Hospiz, in dem Kinder und Jugendliche mit unheilbaren Krankheiten und einer verkürzten Lebenserwartung Zeit allein und mit ihren Familien verbringen, sowie das Tierheim des Lüdenscheider Tierschutzvereins mit jeweils 500 Euro.

Beim jährlichen Treffen am Dienstag hatten sich alle viel zu erzählen. Beide Einrichtungen leben von Spenden. „Ohne solche Zuwendungen könnten wir nach einem Monat dicht machen“, sagte Rolf Störmann, 2. Vorsitzender des Tierschutzvereins.

Manchmal beherbergt das Tierheim auch außergewöhnliche Gäste wie das Hängebauchschwein Helga-Joana. Foto: Wolfgang Teipel
Manchmal beherbergt das Tierheim auch außergewöhnliche Gäste wie das Hängebauchschwein Helga-Joana. Foto: Wolfgang Teipel

Er hat in diesem Jahr einen echten Coup gelandet. Das Team der Vox-Tierschutz-Doku „Harte Hunde“ hat mit Unterstützung heimischer Gewerbetreibender die Küche des Tierheims erneuert. Natürlich wurde für die entsprechende TV-Sendung gefilmt. „Ein Wahnsinnsaufwand“, berichtete Rolf Störmann. „Aber es hat sich gelohnt.“

Auch Lisa Marie Vetter konnte mit einer tollen Geschichte aufwarten. Der Comedian Ralf Schmitz, der zu den Paten des Hospizes zählt, ist in diesem Jahr bei „Wer wird Millionär“ angetreten. Anschließend spendete er seinen Gewinn von immerhin 125.000 Euro an Balthasar. „Das war für uns schon außergewöhnlich“, sagte Lisa Marie Vetter. Auch die Olper Einrichtung kann nur mit Hilfe von Spenden überleben. Sie kalkuliert mit einem jährlichen Aufkommen von rund 1,2 Millionen Euro. „Nur 30 Prozent der Kosten werden über die Pflegeversicherung abgedeckt.“ Für den Betrieb des Hospizes sei deshalb jede Spende wichtig.

 

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