Helfen und lernen: Das Projekt "Sozial Genial" der Gesamtschule Kierspe wurde mit dem Ehrenamtspreis 2014 ausgezeichnet.

Kierspe. Helfen und lernen, das ist das Ziel des Schülerprojekts „Sozial Genial“ an der Gesamtschule Kierspe. Für ihre Arbeit in der Kiersper Seniorenresidenz und dem AWO-Seniorenzentrum sind die jungen Leute am Mittwoch mit dem Kiersper Ehrenamtspreis 2014 ausgezeichnet worden. Helga Stahl, Vorsitzende des Kiersper Seniorenbeirats, überreichte Projektleiterin Astrid Kahlke die Auszeichnung und als zusätzliche Anerkennung einen Geldbetrag.

Freiwillig ein Jahr drangehängt

„Sozial Genial“ ist für Astrid Kahlke ein „Religionsunterricht ganz anderer Art“. Das Projekt läuft seit 1997 mit einigen Unterbrechungen in der Jahrgangsstufe 9. Das besondere an der ausgezeichneten Schülergruppe: 41 junge Leute habe das Projekt auf freiwilliger Basis auch in der Jahrgangsstufe 10 fortgeführt. Sie waren immer mit Begeisterung bei der Sache, haben Freundschaften zu den Bewohnern der beiden Pflegeeinrichtungen geknüpft, wurden zum 100. Geburtstag einer Dame eingeladen und haben auch privat Allerlei mit den Bewohnern unternommen. Einige können sich auch vorstellen, in sozialen Berufen zu arbeiten.

Jede Menge Ideen entwickelt

„Diese praktischen Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen kann kein theoretischer Unterricht leisten“, sagte Lehrerin Astrid Kahlke bei der Vorstellung des Projekts im Seniorenbeirat. Die jungen Leute haben Ideen entwickelt, mit denen sie Abwechslung in den Alltag der Senioren gebracht haben. Sie bastelten Spiele, zeigten Bilder und Filme, die Erinnerungen weckten, hörten und sangen mit den Bewohnern gemeinsam Volksliedern, bereiteten mit den Senioren Waffeln und Reibekuchen zu, sprachen mit ihnen über die alten Zeiten oder gingen gemeinsam mit den Bewohnern einkaufen.

Lehrerin Astrid Kahlke und Schüler aus der Jahrgangsstufe 10 nahmen am Mittwoch den Ehrenamtspreis 2014 entgegen.
Lehrerin Astrid Kahlke und Schüler aus der Jahrgangsstufe 10 nahmen am Mittwoch den Ehrenamtspreis 2014 entgegen.

„Ganz nebenbei schulten sie so Kompetenzen, die in ihren späteren Leben mehr als schematisches Schulwissen gebraucht werden“, berichtete Astrid Kahlke. Dazu zählt die Pädagogin Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, den scharfen Blick auf gesellschaftliche Probleme, Durchhaltevermögen oder auch mal das Aushalten und den Abbau von Frustrationen.

Gewinn an Lebensqualität

„Ich glaube, die Stadt gewinnt durch dieses Engagement an Lebensqualität“, sagte Arnd Clever von der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen sei zudem ein Gewinn für die Schule und die beiden Senioreneinrichtungen. Deshalb wollen Sparkasse und die Volksbank Kierspe, am Mittwoch vertreten durch Sina Holz, das Projekt „Sozial genial“ mit einem Betrag von 600 Euro fördern.

 

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