Ökoprofit
Geschäftsführer Marian Scharf (rechts) gibt den Ökoprofit-Teilnehmern einen Einblick in den Produktionsprozess von Lebensmittelverpackungen bei der Karl Lüsebrink GmbH in Halver.

Halver/Märkischer Kreis. Anforderungen und praktische Erfahrungen gibt es beim Arbeitsschutz? Wie können im Rahmen des Energie- und Umweltcontrollings Kennzahlen gebildet und praxisnah genutzt werden? Diese Schwerpunktfragen wurden im siebten von insgesamt acht Workshops des kreisweiten Ressourceneffizienzprojektes Ökoprofit Märkischer Kreis behandelt. Im Anschluss an das Arbeitstreffen an der Fachhochschule in Lüdenscheid nutzen die Projektteilnehmer die Möglichkeit zum Betriebsrundgang bei der Karl Lüsebrink Kunststoffverpackungen GmbH in Halver-Oberbrügge.



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



Kunststoffe zu 100 Prozent wiederverwertbar

„Als Familienunternehmen ist die Erhaltung und Schutz der Umwelt für uns selbstverständlich und ständig gelebte Praxis. Unsere Kunststoffe sind zu 100 Prozent wiederverwertbar, die Abwärme aus der Produktion nutzen wir zur Beheizung der Hallen und über das Regenwasser decken fast den kompletten Wasserbedarf für die Produktion“, berichtete Marian Scharf, Geschäftsführer der Karl Lüsebrink Kunststoffverpackungen GmbH.

Seit 1946 ist das Unternehmen mit seinen heute 23 Mitarbeitern und zwei Auszubildenden in der Herstellung von Kunststoffverpackungen für die Lebensmittelindustrie tätig. Neben Standardverpackungen bis zu einem Volumen von zwei Litern werden auch individuelle Produkte hergestellt. „Diese können im Offsetdruck bedruckt oder mit Klebeetiketten dekoriert werden“, ergänzte Marian Scharf.

Referat über gesetzliche Anforderungen

„Studien zeigen, dass in Deutschland bisher nur rund 50 Prozent der Betriebe mit einer Größe von bis zu 50 Mitarbeitern umfassende Gefährdungsbeurteilungen am Arbeitsplatz durchführen“, erläuterte Dipl.-Ing. Rainer Uecker, freiberufliche Fachkraft für Arbeitssicherheit und Brandschutz aus Mühlheim. Er referierte über gesetzliche Anforderungen und die betriebliche Implementation des Arbeitsschutzes.

Energie- und Umweltcontrolling

Ein weiteres Thema war das Energie- und Umweltcontrolling mittels Kennzahlen. „Es geht darum, die für den jeweiligen Betrieb richtigen, regelmäßig zu erhebenden Kennzahlen zu bilden und diese mittels selbst gesetzter Benchmarks zu interpretieren“, berichtete Oliver Wulff von der B.A.U.M. Consult GmbH aus Hamm. Hierdurch können Einsparpotenziale identifiziert und zielgerichtet Maßnahmen abgeleitet werden.

„Unter anderem zur Unterstützung bei der Kennzahlenbildung haben die an Ökoprofit teilnehmenden Unternehmen umfangreiche Arbeitsmaterialien erhalten“, berichtete GWS-Projektleiter Marcel Krings in diesem Zusammenhang.

Weitere Informationen zum Projekt „ÖKOPROFIT Märkischer Kreis“ sind abrufbar unter: http://www.gws-mk.de/dienstleistungen/oekoprofit-maerkischer-kreis/ oder www.oekoprofit-nrw.de.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here