Die Goldschmiede Adam gehört zu den ausgezeichneten "Familienfreundlichen Unternehmen". Das Fotozeigt Inhaber Ingo Adam mit Laudator Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der BA Hagen.

Hagen/Märkischer Kreis/Ennepe-Ruhr-Kreis. Sieben kleine und mittelständische Unternehmen aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis wurden am Dienstag in Schwelm vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf der agentur mark GmbH erstmalig mit dem „Prädikat Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet. Sie alle setzen familienfreundliche Maßnahmen um oder haben sich im Laufe des Zertifizierungsprozesses auf den Weg gemacht. Bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet wurden alle dreizehn Unternehmen, die das Prädikat im ersten Durchlauf 2014 bekommen hatten, und sich nun erfolgreich rezertifizieren konnten.

Standortvorteil – Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Unterstützungsangebote für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind ein klarer Standortvorteil für Unternehmen, gerade auch angesichts des demografischen Wandels und einer sich verändernden Arbeitskultur. Vor diesem Hintergrund vergibt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region seit 2014 das Prädikat Familienfreundliches Unternehmen. Premiumpartner 2016 sind neben der agentur mark GmbH die Wirtschaftsförderungsagentur des EN-Kreises, der Märkische Arbeitgeberverband sowie die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer. Weitere Partner aus der Region, wie Arbeitsagenturen, Gewerkschaften, Verbände, die Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammern sowie das Jobcenter EN, unterstützen die Initiative.

In seinem Grußwort zur Eröffnung der Prädikatsverleihung in der Piano Manufaktur im Ibach-Haus zeigte sich Landrat Olaf Schade erfreut, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für die Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis ein wichtiges Thema sei. Sieben Unternehmen aus dem Kreis hätten sich bereits erfolgreich um das Prädikat beworben. Der Landrat hob hervor, dass dies der modernen Lebenswirklichkeit entspreche, in der die Erwerbstätigkeit von Frauen zunehmend an Bedeutung gewinne. Schade: „Um genau diese Entwicklung zu begleiten, braucht es Unternehmen wie Sie, die die entsprechenden Rahmenbedingungen vorhalten.“

Diese Entwicklung zeigt sich inzwischen auch in den kleinen und mittelständischen Unternehmen der verarbeitenden Industrie und dem technischem Handwerk, die mit dem Wettbewerb um das „Prädikat Familienfreundliches Unternehmen“ für das Thema aufgeschlossen werden sollen. Standen in diesen Traditionsbranchen die familien- und gleichstellungsorientierte Arbeitsorganisation und die Ansprache weiblicher (Nachwuchs-) Fach- und Führungskräfte bisher nicht immer ganz oben auf der Agenda, so zeigt die gute Resonanz auf das Prädikat, dass hier in den letzten Jahren ein Umdenken stattgefunden hat.

Flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Lösungen

Andreas Lux, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, appellierte daher an die mehr als 60 Gäste, größtenteils Vertreter regionaler Unternehmen: „Wir sind eine Region, die eine solide wirtschaftliche Basis hat. Darauf können wir uns jedoch nicht ausruhen, sondern müssen zukunftsgerichtet an der Attraktivität arbeiten. Das Prädikat Familienfreundlichkeit ist hierfür ein wichtiger Beitrag.“

Zum Standard in den zertifizierten Unternehmen gehören verschiedenste Modelle flexibler Arbeitszeiten oder Home Office-Lösungen, die den Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familienarbeit erleichtern. Hinzu kommen eine Vielzahl zusätzlicher Leistungen wie Begrüßungsgeld zur Geburt oder Beratungsangebote. Mütter und Väter werden während der Elternzeit systematisch eingebunden und bleiben so über die betrieblichen Entwicklungen auf dem Laufenden. Der sukzessive Wiedereinstieg nach der Elternzeit oder einer Angehörigenpflege ist in fast allen Fällen möglich.

Unternehmen, die sich für das Prädikat 2017 interessieren (Start: Spätherbst 2016), können sich direkt wenden an: Bettina Schneider, Tel. 02331-488 78 40, competentia.schneider@agenturmark.de

Info

Erstmals ausgezeichnet wurden:
o Apotheke Köster, Menden
o Evangelische Stiftung Loher Nocken, Ennepetal
o Goldschmiede Adam GbR, Hagen
o Henning GmbH & Co. KG, Schwelm
o Metoba Metalloberflächenbearbeitung GmbH, Lüdenscheid
o Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld
o Stadtwerke Iserlohn GmbH

Erneut zertifiziert wurden:
o Bilstein Services GmbH, Hagen
o Breer Gebäudedienste GmbH, Iserlohn
o Busch-Jäger Elektro GmbH, Lüdenscheid
o Creditreform Hagen
o ERCO GmbH, Lüdenscheid
o FRAME – soziale Dienste GmbH, Hagen
o Hundrieser + Partner, Steuerberatungsgesellschaft, Balve
o KB-Schmiedetechnik, Hagen
o Lungenklinik Hemer
o Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
o Perthes Altenhilfe Süd (zuständig für 13 Einrichtungen im MK und eine in Arnsberg)
o Schniewindt GmbH & Co. KG, Neuenrade

imageHintergrund

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und Beiträgen der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises.

Link zum Thema
www.agenturmark.de

Quelle: Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region / agentur mark GmbH

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