Enervie
Erik Höhne (links) und Wolfgang Struwe stehen an der Spitze der Enervie-Gruppe. Foto: Enervie

Hagen/Märkischer Kreis. Die Enervie – Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, hat das Geschäftsjahr 2016 besser als prognostiziert abgeschlossen. „Stabile Beiträge zu einem insgesamt guten Jahresergebnis haben insbesondere die Geschäftsfelder Vertrieb und Netz geleistet. Zudem ist es uns gelungen, wesentliche Meilensteine des Maßnahmenprogramms ‚Zukunft@ENERVIE‘ zum Teil deutlich vor dem Zeitpunkt umzusetzen“, zog Enervie-Vorstandssprecher Erik Höhne ein insgesamt positives Fazit. Laut Pressemitteilung erzielte Enervie Im Geschäftsjahr 2016 bei einem leicht gesunkenen Umsatz von rund 809 Mio. Euro ein Ergebnis vor Steuern von 30,2 Mio. Euro. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis im weiter laufenden Restrukturierungsprozess wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2016 keine Dividende an die Aktionäre auszuzahlen.



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Die Enervie-Gruppe, zu der auch Mark-E, die Stadtwerke Lüdenscheid und Enervie Vernetzt gehören, lieferte für die Versorgung der insgesamt rund 500.000 Energie- und Netzkunden sowie Energiehandelspartner in der Region im Jahr 2016 rund 7,0 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, 4,4 Milliarden kWh Gas, 52 Millionen kWh Wärme und 17,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser.

Umfangreicher Personalabbau

In Lüdenscheid unterhält das Unternehmen auch einen Energie-Treff am Rathausplatz. Foto: Enervie

Die Umsetzung des 2015 gestarteten Restrukturierungsprogramms sei im Berichtsjahr erfolgreich weiter vorangetrieben worden, heißt es weiter. Über die Hälfte der insgesamt über 100 Einzelmaßnahmen seien bereits erfolgreich abgeschlossen worden, der Rest werde planmäßig abgewickelt. Eine wesentliche Maßnahme sei die Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation, verbunden mit einem umfangreichen Personalabbau.

Zum 31. Dezember 2016 befanden sich in der Enervie-Gruppe ca. 970 Mitarbeiterkapazitäten. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um weitere 100 Mitarbeiterkapazitäten vermindert. Im Zuge des Gesamtpersonalabbaus in Höhe von 440 Mitarbeiterkapazitäten wurden in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen ein Interessenausgleich, ein Sozialplan sowie ein Freiwilligenprogramm aufgelegt. Der Abbau von mehr als 90 Prozent der betroffenen Mitarbeiter bis 2019 ist einvernehmlich und individualvertraglich vereinbart. Ziel ist, den Personalbestand bis Ende des Jahres 2019 auf rund 820 Mitarbeiterkapazitäten zu reduzieren.

Umfangreiche Desinvestitionen

Weitere wesentliche Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2016 seien der Beginn der sequenziellen Stilllegung der konventionellen Erzeugung, umfangreiche Desinvestitionen, ein erfolgreiches erstes Geschäftsjahr der „großen“ Netzgesellschaft und eine Neuausrichtung der Leistungs- und Angebotsstrategie gewesen.

Eigenkapitalquote verbessert

Aufgrund des positiven Konzernergebnisses habe sich die Eigenkapitalquote weiter auf 21,3 Prozent (Vorjahr: 17,9 Prozent) verbessert, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Gleichzeitig sei es gelungen, die langfristigen Bankverbindlichkeiten seit Beginn der Restrukturierung um rund 100 Mio. Euro zu verringern.

Die Fotovoltaik-Anlage im Wasserwerk Hagen. Foto: Enervie

Nach dem Ausscheiden von Christoph Köther besteht der Vorstand seit dem 1. Januar 2016 aus zwei Vorstandsmitgliedern. Das dem Vorstandsmitglied und zugleich als Sprecher des Vorstands Erik Höhne zugeordnete Ressort Finanzen und Technik umfasst weiterhin die Funktionen Handel, Erzeugung inkl. Wassergewinnung, Netze, Arbeits- und Umweltschutz und zusätzlich mit Wirkung ab 1. Januar 2016 die Funktionen Finanzen, Einkauf, Informationstechnologie, Vorstandsbüro und Compliance. Dem Vorstandsmitglied Wolfgang Struwe ist weiterhin das Ressort Vertrieb und Personal mit den Funktionen Vertrieb und Facilities und zusätzlich mit Wirkung ab 1. Januar 2016 die Funktionen Personal, Recht, Unternehmenskommunikation, Revision und Unternehmensentwicklung zugeordnet.

Konzentration auf Wachstumsthemen

Neben der weiteren konsequenten Nachverfolgung der Konsolidierungsmaßnahmen will Enervie den Fokus verstärkt auf Wachstumsthemen richten. Mit dem Zielbild ‚Regionalwerk‘ erhebt das Unternehmen den Anspruch, für den Erfolg seiner Kunden als kommunaler Energie- und Wasserlieferant, Infrastrukturbetreiber, Dienstleister und Netzwerk ein wesentliche Infrastruktur-Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Region Südwestfalen zu sein. Das Fundament bilden die Aktivitäten Energie- und Wasserversorgung sowie weitere Dienstleistungen.

Als Energie und Infrastrukturdienstleister will die Enervie- Gruppe eine regionale Plattform zur Vernetzung von Privat- und Industriekunden sowie Kommunen in Südwestfalen bieten. Auch im Handelsbereich fokussiert sich Enervie nach den Veränderungen im Kraftwerksmarkt auf Angebote für regionale Partner. Ausgewählte, erfolgreich etablierte Geschäftsmodelle sollen aber auch über die Grenzen der Region hinaus vermarktet werden.

Weitere Informationen zum Jahresabschluss 2016 der ENERVIE Gruppe unter www.enervie-gruppe.de.

 

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