Märkischer Kreis. (pmk). Sehr zufrieden ist der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Märkischen Kreises mit den Ergebnissen der Einschulungsuntersuchungen in diesem Jahr.Eine positive Bilanz der Einschulungsuntersuchungen zieht Andrea Götz, Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Märkischen Kreises. „Der Gesundheitszustand der Jungen und Mädchen ist in einigen Bereichen besser geworden. Sie sind teilweise sogar besser als der Bundesdurchschnitt“, freut sich Götz über die Ergebnisse und die jetzt vorliegende statistische Auswertung.

3.535 angehende Schülerinnen und Schüler, 1.810 Jungen und 1.725 Mädchen, haben die neun Ärztinnen und 14 Assistentinnen des Kreises vor Schuljahresbeginn im wahrsten Sinne des Wortes auf Herz und Nieren getestet. Andrea Götz: „Wir sind sehr gründlich, jede Untersuchung in unserem standardisierten Verfahren dauert in der Regel 40 bis 50 Minuten.“ Und was die Ärztin besonders freut: „Die Eltern legen immer größeren Wert darauf, dass ihre Kinder umfassend durchgecheckt werden.“

Von den 3.535 untersuchten Jungen und Mädchen mussten nur 14 aus verschiedenen Gründen für ein Jahr von der Einschulung zurückgestellt werden. „Das ist in positiver Hinsicht ein Spitzenwert und ganz gegen den Bundestrend“, so Andrea Götz. Sie wertet das auch als Kompliment für das gute Schulsystem mit den verschiedensten Einrichtungen im Märkischen Kreis. Knapp 30 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund. Zehn Prozent von ihnen, drei Prozent von allen getesteten Jungen und Mädchen, haben keine Deutschkenntnisse. Ebenfalls kein Wert, der der Fachdienstleiterin Kopfzerbrechen macht.

Ganz stolz ist Andrea Götz auf die hohe Impfbereitschaft der Eltern. 90 Prozent der untersuchten Jungen und Mädchen konnten ein Impfbuch vorlegen. Je nach Impfung wurde eine Impfrate von 89,6 bis 95 Prozent (Masern, Mumps und Röteln) erreicht. Anhand der vorgelegten Nachweise konnte zudem festgestellt werden, dass 91,4 Prozent der Eltern mit ihren Kindern regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen haben. „Das ist sehr erfreulich, dafür gebührt den Vätern und Müttern ein großes Kompliment.“

Seit Jahren gleich und völlig normal sei auch die Zahl der übergewichtigen Kinder mit 6,3 Prozent. Bei den Jungen sind es 5,7 Prozent, bei den Mädchen 6,9 Prozent. Bei der Körperkoordination schneiden die Mädchen besser ab. Sie zeigen zu 10,6 Prozent Auffälligkeiten, die Jungen zu 15,5 Prozent. Andrea Götz: „Bei zunehmendem Alter holen die Jungs aber deutlich auf.“ Bei der Visiomotorik, also der Koordination Hand-Auge, ist es ähnlich. Hier sind die Mädchen ebenfalls vorne. Insgesamt sind aber 77 Prozent aller untersuchten Kinder in diesem Bereich völlig unauffällig. Die Jungen (7,1 Prozent) lassen sich auch häufiger als die Mädchen (3,9 Prozent) durch optische Reize ablenken. Aber auch das sind laut Andrea Götz Werte, die keinen Anlass zur Sorge geben.

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