Märkischer Kreis. Diebstähle von Buntmetallen verursachen mittlerweile europaweit Millionenschäden, treiben zum Teil Firmen in die Insolvenz. Die Täter agieren hochgradig organisiert und mobil. Dabei wähnen sie sich durch länder- und grenzüberschreitende Aktivität in Sicherheit.

Europaweit setzt die Polizei am heutigen Mittwoch ein Zeichen gegen diese organisierten Banden. 19 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, von Schweden bis nach Zypern und von Spanien bis nach Lettland, beteiligen sich heute an einem abgestimmten Großeinsatz aller Polizeien. In dieser Aktion wird sich auch Nordrhein-Westfalen engagieren und stellt sich heute im gesamten Bundesland diesen mobilen Tätern in den Weg.

Mobile Täter im Visier

Gemeinsam mit den Kreispolizeibehörden des Regierungsbezirks Arnsberg wird heute das Polizeipräsidium Dortmund erneut Kontrollen auf Bundesautobahnen, Landstraßen, aber auch innerstädtischen Straßen durchführen. Im Visier der Polizei stehen mobile Täter, Einbrecher, und heute besonders Buntmetalldiebe, die das Straßennetz zum Abtransport ihrer Beute nutzen müssen.

Weg zum Abnehmer großes Risiko

Der Weg zum Abnehmer der Beute ist für die Täter ein großes Risiko. Abnehmer dieser Metalle finden sich häufig auch im benachbarten Ausland. Organisierte Bandenmitglieder glauben mit dem Überschreiten von Ländergrenzen auch die Strafverfolgung hinter sich gelassen zu haben. Und genau hier soll der heutige länderübergreifende Polizeieinsatz ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Europa rückt bei der Bekämpfung dieses Phänomens enger zusammen!

Großer Erfolg für Soko „Schloss“

Die Einsatzkräfte erhoffen sich durch diesen Einsatz auch Daten und Fakten über die Tätergruppierungen. Personalien, genutzte Fahrzeuge, Reisewege, etc. all das sind Informationen, die für die Ermittlungen unabdingbar sind. Einzelinformationen können so zu Ermittlungserfolgen führen, wie sie z.B. das PP Dortmund Anfang dieses Jahres vermelden konnte. Im Rahmen der Ermittlungskommission „Schloss“, die gemeinsam mit der Dortmunder Staatsanwaltschaft geführt wurde, ermittelten die Dortmunder Beamten insgesamt 70 (!) Tatverdächtige im Bereich Metalldiebstahl, gegen die mittlerweile Haftbefehle erlassen wurden.

Schadenssumme bei drei Millionen Euro

„Den Ermittlungserfolg der EK Schloss, bei dem es um Straftaten mit rund drei Millionen Euro Schadenssumme ging, nehmen wir zum Anlass, den Druck auf international agierende Metalldiebe weiter hoch zu halten!“ so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange.

Großer Teil der Täter in Haft

Die Kreispolizeibehörde des Märkischen Kreises hatte im Jahr 2013 eine eigene EK- „Copper“ eingerichtet, die in enger Zusammenarbeit mit der Dortmunder EK Schloss sehr erfolgreich arbeitete. So ist es damals gelungen, mehrere spektakuläre Metalldiebstähle aufzuklären. Die Täter konnten festgenommen werden und befinden sich überwiegend in Haft. Im Rahmen der Ermittlungen hat eine enge Abstimmung mit der EK Schloss in Dortmund stattgefunden. Die Kreispolizeibehörde des Märkischen Kreises war lt. Direktionsleiter der Kriminalpolizei,  Kriminaldirektor Ulrich Hemicker, auch schon 2013 an dem europaweiten Einsatz zur Bekämpfung der Metalldiebstähle beteiligt und konnte in Bochum einen Hehler festnehmen und überführen.

Zusammenarbeit mit Schrottplatz-Betreibern

Ein wichtiger Ermittlungsansatz in diesem Zusammenhang ist auch der Absatzmarkt für Buntmetalle. Die Sicherheitsorgane arbeiten hier mit potentiellen Abnehmern, wie z.B. den Besitzern von Schrottplätzen, eng zusammen und klären auf.

 

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