Als die Polizei die Cannabis-Plantage auffliegen ließ, war die Ernste im vollen Gange. Foto: Polizei

Menden. Am letzten Samstag, 20. Mai, kam es für einen 32-jährigen Hemeraner in Menden zu einem bösen Erwachen. Obwohl er früh aufgestanden und bereits seit mehreren Stunden mit Erntearbeiten in seiner Halle beschäftigt war, kam es um 12 Uhr zum späten Weckruf der besonderen Art: „Aufmachen, Polizei“!

Profimäßig 320 Pflanzen angebaut

Hätte er sich mit dem Anbau und der Ernte von Champignons, Austernpilzen oder dergleichen beschäftigt, wäre der Schreck über das Auftauchen von Beamten der Kriminalpolizei sicherlich nicht so heftig ausgefallen. Aber bei dem illegalen Anbau von Cannabis verstehen nun mal Staatsanwaltschaft und Polizei überhaupt keinen Spaß, so dass ihm schlagartig bewusst wurde, was ihm die Stunde geschlagen hatte.

Vor allem, weil es sich um eine profimäßig betriebene „Indoorplantage“ zum Anbau von 320 Cannabispflanzen handelte, von denen bereits 80 Pflanzen von ihm und zwei Erntehelfern (26 und 37 Jahre) abgeerntet worden waren. Die drei Gärtner ließen sich nun widerstandslos festnehmen. Der Rest der Plantage stand noch in voller Pracht, so dass die Ernte von den eingesetzten Kräften beendet und der gesamte Ertrag sowie das Equipment beschlagnahmt wurde.

Ungewöhnlich hoher Stromverbrauch

Aufgefallen war der Sachverhalt zufällig, da nach routinemäßigen Arbeiten in der Nähe des Objektes durch die Stadtwerke Menden ein erhöhter Stromverbrauch festgestellt worden war. Dieser belief sich im Folgezeitraum auf ca. 500 kW/h am Tag und passte in keinster Weise zum genutzten Objekt.

Weitere Ermittlungen verstärkten den Verdacht gegen den 32-jährigen Hemeraner, dass er dort mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Indoorplantage betreibt. Dies wurde letztendlich durch die Folgemaßnahmen bestätigt

Hauptverdächtiger voll geständig.

Der 32-Jährige Haupttatverdächtige wurde dem Haftrichter vorgeführt, der wegen illegaler Herstellung und illegalem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Dieser wurde jedoch aufgrund der durchweg geständigen Einlassungen des Tatverdächtigen unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Seine Mitstreiter wurden entlassen. Auch gegen sie wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.

Die Ermittler hüten nur weiter das Geheimnis der Örtlichkeit der abgeernteten Indorplantage…

 

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