Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Mit einer tollen Fete haben die Plettenberger ihre neue Lennepromenade endgültig in Besitz genommen. In großer Zahl kamen sie am Donnerstag, 11. Mai, zur offiziellen Eröffnung.

Die Planer und Erbauer der neuen Lennepromenade auf dem Kilian-Kirchhoff-Damm hatten noch ein paar Überraschungen für diesen Tag in der Hinterhand behalten. So wurde erstmals die eingebaute Beleuchtung der Terrassenstufen an der Lenne eingeschaltet. Das Glanzlicht ist aber die Lennefontäne. Mit neidischem Blick hatte Bürgermeister Ulrich Schulte jedesmal, wenn er durch Werdohl fuhr, auf die dortige Lennefontäne geschaut. „Ich will auch so was“, habe er seinen Mitarbeitern im Bauamt gesagt, erzählte Ulrich Schulte augenzwinkernd. Zwar ist der Wasserstand der Lenne in Böddinghausen zu niedrig, um eine Fontäne mitten im Fluss zu installieren, aber mit Hilfe eines Sammlers und einer Pumpe wurde es möglich gemacht – und nun hat auch Plettenberg seine Lennefontäne.

Freizeitmöglichkeiten verbessert

Landrat Thomas Gemke (l.) und Bürgermeister Ulrich Schulte eröffneten offiziell die neue Lennepromenade. Foto: Bernhard Schlütter

„Wir haben einen Hang zum Wasser. Der freie Zugang zum Fluss fasziniert uns“, stellte Landrat Thomas Gemke fest. Er sieht die Lennepromenade als ein Beispiel dafür an, wie die Regionale 2013 und das Projekt Lenneschiene unsere Freizeitmöglichkeiten verbessert haben. Große Hoffnung setzt Gemke auch in den Radweg Lenneroute, mit dessen Fertigstellung die Region touristisch enorm aufgewertet würde.

Auch Ulrich Schulte hob die Bedeutung der Lenneschiene als Gemeinschaftsprojekt von neun Kommunen und der Regionale für ganz Südwestfalen hervor. „Als Stadt können wir nicht mit Großstädten im Ruhrgebiet und im Rheinland konkurrieren, doch als Region sind wir stark.“ Hier gebe es auch viele Szenekneipe und kulturelle Angebote, darüber hinaus tolle Wanderrouten, Mountainbikestrecken und Skigebiete.

Fischbauchbogenbrücke, Neugestaltung des Lenneufers Süd und die neue Promenade mit Lennebalkonen und Lenneterrasse sind die sichtbaren Ergebnisse der Regionale in Plettenberg. Für die Promenade und die Herrichtung des angrenzenden Areals als Mehrzweckplatz habe die Bauzeit zwölf Monate betragen, die Kosten 2,1 Millionen Euro, wovon 60 Prozent aus Fördermitteln des Bundes gekommen sind, zählte Ulrich Schulte die Fakten auf.

„Wer Müll liegen lässt, ist Dümmer als jedes Schwein“

Deutliche Worte fand der Bürgermeister für die Leute, die ihren Müll auf den schönen neuen Uferanlagen zurücklassen und damit schon für große Verärgerung anderer Nutzer sorgten. Ein Hausschwein habe in etwa den Intelligenzquotienten eines dreijährigen Kindes. Dieses Schwein trenne auch bei Stallhaltung sorgfältig seinen Aufenthalts- von dem Müllbereich. „Wer also die Lenneterrasse verlässt und einen Müllberg zurücklässt, ist dümmer als jedes Schwein.“

Donnerstags an der Waterkant

Schon am Nachmittag waren die Sitzplätze auf dem Platz zwischen der Kirche St. Johannes Baptist und Gertrud-Bäumer-Berufskolleg gut besetzt. Die Eiringhauser Kindergärten und das Jugendzentrum Alte Feuerwache boten verschiedene Programmpunkte für Jung und Alt. Am späteren Nachmittag trat die Chorgemeinschaft aus MGV Holthausen und MGV Rärin unter der Leitung von Herbert Wilberg auf. Das herrliche Wetter nutzten nicht nur zahlreiche Leute, um sich auf der Lenneterrasse niederzulassen, sondern vor allem Kinder plantschen auch im seichten Ufergewässer der Lenne.

Livemusik mit der Vier-Täler-Band Foto: Bernhard Schlütter

Nach der offiziellen Eröffnung durch Landrat und Bürgermeister spielte die Vier-Täler-Band zur ersten Party donnerstags an der Waterkant auf. Sängerin Kati Zaja, Ralf Böcker (Keyboards) und Thorsten Steinmann (Gitarre und Gesang) spielten eine Mischung aus Oldies, aktuellen Hits und Stimmungsliedern. Da war für jeden etwas dabei. Im Verlauf des Abends füllten sich Festplatz und Lennepromenade zusehens weiter, kamen auch noch viele jüngere Besucher. Der Andrang übertraf alle Erwartungen. Die Helfer vom TuS Plettenberg und Schützenverein Eiringhausen leisteten ganze Arbeit. Allerdings waren Waffelteig am Nachmittag sowie Würstchen und Grillfleisch am Abend vor der Zeit ausverkauft und Getränke mussten nachgeordert werden.

80er-/90er-Party und Beachparty

Am 8. Juni geht’s weiter an der Plettenberger Waterkant. Dann steigt eine 80er- und 90er-Party. DJ Pierre von ProLight Plettenberg spielt die größten Hits aus den 1980er und 1990er Jahren.

Am 29. Juni lautet das Motto passenderweise „Beachparty“. DJ Marc Kiss sorgt für die dazugehörige Musik. Es werden Cocktails serviert. Zum Abschluss steigt ein großes Höhenfeuerwerk über der Lenne, für das die Pyro-Profis Reissner aus Olpe verantwortlich zeichnen.

Fotos/Collage: Hans Schulte

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