Regierungspräsidentin Diana Ewert (5. von links) mit Vertretern der Städte Bochum, Dortmund, Hagen, Herne und Kamen bei der Übergabe der Förderbescheide Foto: Pressestelle Bezirksregierung Arnsberg

Plettenberg. Aus dem Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ erhalten 100 Städte und Gemeinden in NRW, darunter auch Plettenberg, jetzt Fördermittel in Höhe von insgesamt 72 Millionen Euro. Davon kommen alleine 18,5 Millionen Euro Kommunen im Regierungsbezirk Arnsberg zugute. Das berichtet die Bezirksregierung Arnsberg in einer Pressemitteilung.

In Plettenberg wird mit diesen Mitteln vom Land in Höhe von 216.000 Euro die Erneuerung des Sportplatzes in Böddinghausen (Lennestadion) finanziert. Für die Stadt bleibt ein Kostenanteil von etwa 144.000 Euro. Die Stadtverwaltung hatte die Förderwürdigkeit der Maßnahme wie folgt begründet: „Der Sportplatz in Plettenberg-Böddinghausen erfüllt als Zentralsportsplatz mit seinen Leichtathletikeinrichtungen nicht nur wichtige Funktionen im Schul- und Freizeitsport, sondern dient heute mehr denn je als Begegnungsstätte. Der Platz ist nunmehr 17 Jahre alt und aufgrund von Materialverschleiss stark renovierungsbedürftig. Reparaturen können in wirtschaftlichem Umfang nicht mehr ausgeführt werden. Der Platz ist zur Zeit vorrangig Spiel- und Trainingsstätte für den mitgliederstärksten Plettenberger Fußballverein, der schon jetzt eine große Zahl ausländischer Jugendlicher als Sportler in seinen Reihen hat. Unter dem Motto: Sport verbindet! organisiert das Flüchtlingsnetzwerk Plettenberg hier zusammen mit den Vereinen erste und möglichst dauerhafte Begegnungen und fördert die Motivation zur beiderseitigen Überwindung vielschichtiger Barrieren. Die Anlage ist besonders attraktiv nicht nur für die rein sportliche Nutzung durch junge Flüchtlinge und Asylbewerber, sondern auch zum Ankommen in Vereinen und in der Gesellschaft. Ein vollumfänglich nutzbarer Sportplatz trägt zur Integration auf vielschichtigen Ebenen bei.“

In der Pressemitteilung der Bezirksregierung Arnsberg heißt es: Innerhalb weniger Wochen nach Bekanntgabe des Sonderprogrammes „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ waren im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen von 184 Kommunen Förderanträge eingegangen.

Ende 2015 hatte das Stadtentwicklungsministerium zuvor das zusätzliche Programm mit reinen Landesmitteln aufgelegt, um die Kommunen bei ihrer Integrationsarbeit zu unterstützen. Etwa jede zweite nordrhein-westfälische Kommune hatte sich daraufhin beworben. Eine unabhängige Expertenjury bewertete Mitte März 2016 die zu fördernden Maßnahmen und legte sie NRW-Bauminister Michael Groschek zur Endauswahl vor.

Jetzt werden den ausgewählten Kommunen ab dem heutigen Tage entsprechende Zuwendungsbescheide durch Regierungspräsidentin Diana Ewert und Abteilungsdirektor Ferdinand Aßhoff ausgehändigt oder übersandt. Auf die Kommunen des Regierungsbezirkes Arnsberg entfallen dabei mit knapp 18,5 Millionen Euro mehr als ein Viertel (26 Prozent) der insgesamt landesweit zur Verfügung gestellten Mittel (hiervon alleine ein Drittel für die Region Südwestfalen).

Ferdinand Aßhoff, der zuständige Abteilungsdirektor, zeigt sich sehr erfreut darüber, dass insbesondere die hiesigen Städte und Gemeinden die Chancen des Sonderprogramms mit Hilfe der Bezirksregierung frühzeitig erkannt und erfolgreich genutzt haben.

Regierungspräsidentin Diana Ewert geht sogar noch ein Stück weiter: „Integration findet vor Ort statt und ist in den Kommunen bedeutend für den sozialen Zusammenhalt. Die Integrationsfähigkeit der Kommunen hat dabei natürlich auch eine städtebauliche Komponente. Deshalb begrüße ich es außerordentlich, dass die originäre Landesförderung hierfür nicht nur verlässlich bleibt, sondern sogar zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Am Ende werden die realisierten Projekte allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.“

Mit dem Sonderprogramm werden im Lennetal beispielweise folgende weitere Maßnahmen finanziell unterstützt:

  • Altena – Integrations- und Begegnungszentrum mit 488.000 Euro
  • Balve – Neubau einer Kindertagesstätte mit Integrationszentrum und Kulturbüro mit 1.058.400 Euro
  • Finnentrop – Errichtung einer Begegnungsstätte im Ortsteil Bamenohl mit 275.380 Euro

Durch die Förderung werden in NRW Gesamtinvestitionen mit einem Volumen von rund 100 Millionen Euro ausgelöst.

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