Mitten im Trubel: Martina Schillo, Nadine Brüggendieck, Stefan Klotz und Gabriele Zirm-Schrenner. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Das Familienzentrum „effzett“ darf sich jetzt offiziell „Haus der kleinen Forscher“ nennen. Am Freitag übergaben Martina Schillo von der IHK in Lüdenscheid sowie Stefan Klotz und Nadine Brüggendieck von den Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid (WjL) Zertifizierungsplakette und Urkunde an „effzett“-Leiterin Gabriele Zirm-Schrenner.

Ob die Mädchen und Jungen aus der Kita Hebberg mal in die Forschung gehen oder Technikerinnen, Ingenieure oder Konstrukteure werden, das ist noch lange offen. Sicher ist aber: Sie haben die Welt um sich herum und die vielen naturwissenschaftlich erklärbaren Probleme mit Begeisterung entdeckt.

Zusammenarbeit von Kita, SIHK und WjL

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer hat in Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid e.V. den Pädagoginnen, Pädagogen den Kindern alltägliche Begegnung mit naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Themen ermöglicht. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstützt die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte bei der Umsetzung der Bildungsbereiche Naturwissenschaften, Mathematik und Technik im Alltag der Einrichtungen und bildet sie kontinuierlich fort.

Die kleinen Forscher können auch schön singen. Foto: Wolfgang Teipel

Experimente mit Salz und Wasser

Gabriele Zirm-Schrenner ist stolz auf ihr Team und die Kinder. Und natürlich auf die externen Dozenten, die die Erzieherinnen für das „Haus der kleinen Forscher“ fit gemacht haben. Sie zitierte den englischen Forscher Michael Faraday: „Der einfachste Versuch, den man selbst durchführt, ist besser als der schönste Versuch, bei dem man nur zusieht.“ So haben die Kinder viel mit Salz und Wasser experimentiert, verflogt, wie sich Kaulquappen zu Fröschen entwickeln und viele Phänomene, die mit Wasser, Luft, Erde oder Feuer zu tun haben, erforscht.

Qualitätsbeweis für gute pädagogische Arbeit

Für Stefan Klotz vom WjL-Arbeitskreis Schule und Wirtschaft ist das Engagement im „effzett“ ein Qualitätsbeweis für gute pädagogische Arbeit. Er dankte den Erzieherinnen für die Teilnahme an den Weiterbildungsmaßnahmen. „Sie haben das in ihrer Freizeit gemacht. Das ist nicht selbstverständlich.“

Wenn ein Kind einen Ball aufpumpt, lernt es gleichzeitig etwas über Luftdruck. Wenn es in der Badewanne Wasser aus dem einen in den anderen Becher fließen lässt, ist das reine Physik. Kinder brauchen nicht viel für ihre Experimente, die ganze Welt ist ein großes Forschungslabor.

Größte Frühbildungsinitiative Deutschlands

Diese Idee greift die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ auf und qualifiziert und unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen, damit sie die Kinder auf deren eigenständigen Forschungsreisen optimal begleiten können. Das „Haus der kleinen Forscher“ ist die größte Frühbildungsinitiative Deutschlands. Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar-Hopp-Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Stiftung arbeitet bundesweit mit über 230 Netzwerkpartnern zusammen, bei denen Pädagogen und Pädagoginnen aus mehr als 23.000 Kitas, Horten und Grundschulen vor Ort am Fortbildungs-Programm teilgenommen haben.

Maskottchen „Hubert“

Die kleinen Forscher vom „effzett“ werden künftig von Maskottchen „Hubert“ bei ihren Experimenten unterstützt. Die kleine Puppe im Laborantenkittel wird künftig immer dabei sein, wenn es auf Entdeckungsreise geht. „Hubert“ ist ein Ableger vom großen „Albert“. Er ist das Maskottchen des gleichnamigen Projekts der Lüdenscheider Wirtschaftssenioren, bei dem es um nachweislich qualifizierte Frühbildung im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich geht.

Mit Alberts Hilfe öffnen Unternehmen aus der Region ihre Türen für Jungen und Mädchen im Kita- oder Grundschulalter und zeigen ihnen beispielsweise, wie ein Kunststoffdeckel hergestellt wird oder was ein Architekt macht.

 

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