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Hagen-Wehringhausen. Rund 150 Schaulustige haben nach einem Verkehrsunfall in Wehringhausen die Rettungsarbeiten massiv behindert. Darüber berichtet die Polizei in ihrem Presseportal. Innerhalb weniger Wochen ist es das zweite Mal, dass Hagens Einsatzkräfte so etwas erleben mussten. Auch dieses Mal musste Verstärkung angefordert werden; auch ein Polizeihund wurde eingesetzt. Erteilte Platzverweise, so heißt es im Polizeibericht, seien missachtet worden. Vor allem Dank des Polizeihundes, der jedoch angeleint gewesen sei und einen Beißkorb getragen habe, sei es schließlich gelungen, die Schaulustigen von der Einsatzstelle zu drängen.

Skoda blieb auf dem Dach liegen

Der Verkehrsunfall ereignete sich am Abend des Christi-Himmelfahrt-Feiertages auf der Langen Straße. Gegen 19 Uhr sei ein alkoholisierter 42-jähriger Pkw-Fahrer mit seinem Skoda aus Richtung Haspe gekommen und in Höhe der Hausnummer 47 gegen einen geparkten Nissan gestoßen. Der Zusammenprall war so heftig, dass sich der Skoda überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Der Fahrer zog sich schwere Verletzungen zu. Er wurde vor Ort durch den Rettungsdienst der Stadt medizinisch versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht.

In Schlangenlinien gefahren

Zeugen berichteten, so heißt es im Presseportal, dass der Mann kurz vor dem Unfall Schlangenlinien gefahren sei, aber die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten hätte.

Polizeihund „nicht aktiv zum Einsatz gekommen“

Die Behinderungen durch die Schaulustigen werden von der Polizei unter anderem wie folgt beschrieben: „Während der Rettungsarbeiten wurden Polizei und Feuerwehr von rund 150 Schaulustigen massiv in ihrer Arbeit behindert. Diese liefen teilweise mit ihren Smartphones in der Hand durch die unmittelbare Unfallstelle und reagierten auf polizeiliche Platzverweise nicht. Aufgrund dessen mussten weitere polizeiliche Verstärkungskräfte angefordert werden. Hierunter befand sich auch ein Diensthundführer der Polizei. Der Polizeihund ist nicht aktiv zum Einsatz gekommen, sondern wurde lediglich angeleint und mit Beißkorb versehen für einige Minuten aus dem Einsatzfahrzeug geholt.“

Über zwei Promille gemessen

Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 42-jährigen Unfallverursacher einen Wert von rund 2 Promille. Ihm wurden zwei Blutproben entnommen. Sein Führerschein wurde durch die Beamten beschlagnahmt. Beide Unfallfahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die Lange Straße war im Bereich der Unfallstelle für rund 90 Minuten gesperrt.

In weiteren Unfall verwickelt

Während der Unfallaufnahme wurde auch festgestellt, dass der 42-Jährige gegen 18.50 Uhr bereits in einen Unfall verwickelt war. Auf der Straße „Auf der Halle“ kam er von der Fahrbahn ab und fuhr drei Zaunpfeiler eines Elektrozaunes um. Im Anschluss entfernte er sich von der Unfallstelle. Auch in diesem Fall ermittelt die Polizei nun gegen den Mann.

 

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