Norman Baltrusch, Geschäftsführer von thyssenkrupp Hohenlimburg (l.), und Ulrich Schneppe, Leiter des IT-Managements bei thyssenkrupp Hohenlimburg, freuten sich im September 2016 über den „Digital Economy Award“. Der Mittelbandspezialist von thyssenkrupp gewann den Preis in der Kategorie „Kundenerlebnis“. (© thyssenkrupp Steel Europe)

Hagen. Ein Unternehmen, in dem alle Daten von den Produktionsmaschinen über kaufmännische Prozesse bis hin zur Logisitik in einem einheitlichen System abgebildet werden können und darüber hinaus noch eine direkte Vernetzung mit Lieferanten und Kunden gegeben ist, das klingt nach einer Vision, die derzeit unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ diskutiert wird.

„Silicon-Valley der Kaltwalzindustrie“

In Hagen-Hohenlimburg, dem „Silicon-Valley der Kaltwalzindustrie“, ist diese Vision bereits Wirklichkeit geworden. Ulrich Schneppe, Leiter Informatik bei thyssenkrupp Hohenlimburg GmbH stellte im Rahmen der Veranstaltung „Industrie 4.0@Mittelstand“ in der SIHK zu Hagen vor, wie „Industrie 4.0“ bereits in der Praxis funktioniert.

Kundennutzen im Vordergrund

Dabei steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern der Kundennutzen. Kunden von thyssenkrupp Hohenlimburg können Aufträge direkt in das System einbuchen und erhalten bereits nach wenigen Stunden ihren Liefertermin. Außerdem können auch kleine Losgrößen wirtschaftlich produziert werden. Kunden profitieren von einer hohen Flexibilität und einer hohen Qualität der Produkte. Sie können jederzeit nachverfolgen, wo sich ihr Auftrag gerade befindet. Für thyssenkrupp Hohenlimburg führt die Digitalisierung zu einer Verbesserung der Wettbewerbsposition.

Projekt „Mittelstand 4.0 Südwestfalen“

Auch viele mittelständische Unternehmen in Südwestfalen suchen derzeit nach Wegen, wie sie ihre Marktposition durch die Digitalisierung in Zukunft sichern und stärken können. Unterstützung bietet das Projekt „Mittelstand 4.0 Südwestfalen“, das derzeit von der SIHK zu Hagen und der IHK Arnsberg gemeinsam mit der Fachhochschule Südwestfalen und der Hochschule Hamm-Lippstadt durchgeführt wird. In Foren und Arbeitskreisen zu den Themen Vernetzung in der Produktion, Geschäftsmodelle, IT-Sicherheit und Arbeit 4.0 sollen grundlegende Fragen gemeinsam geklärt und Konzepte entwickelt werden. Das Projekt wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Wer sich an künftigen Workshops und Projekten zu Industrie 4.0 beteiligen möchte, erhält weitere Auskünfte bei der SIHK, Dirk Hackenberg, Telefon 02331 390-206.

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