Phoenix Feinbau
Geschäftsführer Dr. Jens Heidenreich mit Karl Heinz Hiller, Sophie Lionda und Reinhard Wolff. Die drei Mitarbeiter sind zusammen seit über 125 Jahren bei Phoenix Feinbau beschäftigt.

Lüdenscheid. Ein Jubilar auf der Höhe der Zeit und seit 75 Jahren auf Erfolgskurs: Phoenix Feinbau in Lüdenscheid feierte am 5. Dezember sein 75-jähriges Firmenjubiläum. Über 700 Mitarbeiter, davon 40 Auszubildende und im Jahr 2013 ein Umsatz von 115 Millionen Euro – Phoenix Feinbau ist ein starkes Mitglied der weltweit operierenden Phoenix- Contact-Gruppe mit Sitz im ostwestfälischen Blomberg.

Tatkraft von drei Männern

„Dieser Erfolg ist dem Mut und der Tatkraft von drei Männern zu verdanken“, sagte Jens Heidenreich, Geschäftsführer von Phoenix Feinbau bei der Feierstunde zum Firmenjubiläum. Alle Gesellschafter, zahlreiche Lieferanten und Kunden nahmen an der Veranstaltung teil.

Phoenix Feinbau
Dr. Jens Heidenreich mit dem Jubiläumsgeschenk des Märkischen Kreises – einem Bild von Peter Sippel mit dem Titel „Märkische Impressionen“.

Ihnen präsentierte Dr. Jens Heidenreich einen unterhaltsamen Ausflug in die Firmengeschichte. Danach waren der Kaufmann Ernst Noelle und der Werkzeugmacher Eugen Berg die Väter dieses Aufstiegs und mit ihnen Josef Eisert. Ihn lernten die beiden Lüdenscheider Ende der 1940er Jahre kennen, als sie auf der Suche nach Kunden waren. Zu dieser Zeit war Eisert Inhaber der Phönix Elektrizitätsgesellschaft in Essen, dem Vorläufer von Phoenix Contact.

Aus Noelle & Berg wurde Phoenix Feinbau

Die drei Männer müssen sich gut verstanden haben, denn schon bald belieferten das Lüdenscheider Betrieb, der damals noch unter Noelle & Berg firmierte, das Essener Unternehmen mit Stanz- und Biegeteilen. Die Zusammenarbeit wurde immer enger.

1955 beschlossen die drei Geschäftsleute Noelle & Berg umzubenennen und Phoenix Feinbau als Schwesterunternehmen der Phönix Elektrizitätsgesellschaft zu gründen. Weitere Zahlen aus der Firmengeschichte: 1989 beschäftigte Phoenix Feinbau rund 350 Mitarbeiter heute sind es über 700, 460 Auszubildende wurden hier auf ihr Berufsleben vorbereitet.

Ein Unternehmen wie ein ganzer Stadtteil

„Ein Unternehmen wie ein ganzer Stadtteil“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas in seinem Grußwort. Und tatsächlich: Zur Keimzelle an der Gustavstraße sind im Laufe der Jahre am Wefelshohl eine Reihen von Gebäuden hinzugekommen. „Die Investitionen folgten immer dem Bedarf nach mehr Produktionsfläche“, berichtete Dr. Jens Heidenreich. „Und selbstverständlich immer mit der Perspektive auf weiteres Wachstum.“ Zudem hätten die Gesellschafter auch immer den Mut besessen, in neue Technologien zu investieren. Da traf es sich gut, dass Phoenix Feinbau immer wieder Hallen übernehmen konnte, die von anderen Unternehmen aufgegeben worden waren.

Bekenntnis zum Standort

„So haben die Gesellschafter von Phoenix Feinbau immer auch ein klares Bekenntnis zu Lüdenscheid abgelegt“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas.

Das Ergebnis: Mit eigener Maschinenmontage, Werkzeugbau, Bandgalvanik und Kunst-Fertigung ist das Unternehmen ein umfassender Hersteller. Phoenix Feinbau liefert nicht nur Einzelteile an die Phoenix-Contact-Gruppe, sondern auch komplette Produkte und Metallbaugruppen.

Feier in der Schützenhalle

Aus der Sicht von Detlef Seidel, stellvertretender Landrat des Märkischen Kreises, steht Phoenix Feinbau so beispielhaft für die Qualitäten, die auch andere Unternehmen in der Region stark gemacht haben.

Phoenix Feinbau
Im Anschluss an die Jubiläumsfeier stellte Phoenix Feinbau seinen Gästen einige der Betriebsstätten vor.

An der Jubiläumsfeier nahmen auch drei Mitarbeiter teil, die zusammen seit über 125 Jahren bei Phoenix Feinbau beschäftigt sind. Karl Heinz Hiller, Reinhard Wolff und Sophie Lionda haben in den 1970er Jahren ihr Berufsleben hier begonnen und sind dem Unternehmen bis heute treu geblieben.

Sie feierten zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen und deren Partnerinnen und Partnern am Freitagabend in der Schützenhalle das Jubiläum bei einer Veranstaltung, die Phoenix Feinbau für die Mitarbeiter ausgerichtet hatte.

 

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