An die Lockenwickler und Kerzenständer, die früher bei Noelle und Berg, dem heutigen Standort von Phoenix Feinbau, produziert wurden, kann sich Bürgermeister Dieter Dzewas noch erinnern. Bei seinem jüngsten Besuch stellte er fest, dass die aktuelle Fertigung nichts mehr mit der Produktion vor einigen Jahrzehnten zu tun. Phoenix Feinbau, das zur Gruppe Phoenix Contact mit Hauptsitz in Blomberg gehört, tummelt sich auf allen Zukunftsmärkten.

Hoher Platzbedarf

2010 hat die Gruppe für ihren Lüdenscheider Standort am Wefelshohl das ehemalige Gebäude der Insta Elektro erworben. 2013 wurde hier die Fertigung aufgenommen. „Der Platzbedarf war schon enorm“ berichtete beim Rundgang durch das Unternehmen Geschäftsführer Dr. Jens Heidenreich. Mit seinem Lager musste Phoenix Feinbau sogar in die Höhe gehen. Hier werden auf einer Fläche von 42 Metern Länge, 20 Metern Breite und acht Metern Höhe Materialen im Gewicht von etwa 4000 Kleinwagen aufbewahrt. Abstecher ins Technikum und in den Werkzeugbau verdeutlichten, auf welch hohem technologischen Niveau sich das Unternehmen bewegt.

4000 bis 5000 Tonnen Rohmaterial

Mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am ehemaligen Standort der Firma Noelle und Berg tätig. Um die Keimzelle des Unternehmens rankt sich ein Komplex mit zahlreichen Gebäudeeinheiten. „Hier werden jährlich 4000 bis 5000 Tonnen Rohmaterial umgesetzt“, berichtete Dr. Jens Heidenreich. Um den Fluss solcher Materialmengen sicherzustellen, braucht ein Unternehmen viel Platz. „Kein Wunder, dass sich die Stadt Lüdenscheid bei der Ausweisung des Geländes von überkommenen Vorstellungen lösen musste“, räumte der Rathaus-Chef bei seinem Besuch ein.

Mit der Ausweitung der Gebäude und der Erweiterung der Produktion elektronischer Komponenten und Produkten für die Phoenix Contakt-Gruppe und gruppenfremde Unternehmen in der Elektroindustrie sowie der Elektronik und Automobilzulieferindustrie wuchs der Erfolg. Stolz ist Phoenix Feinbau insbesondere auf seine hohe Fertigungstiefe mit einem eigenen Werkzeugbau.

Einzigartige Laserschneidemaschine

Seit einiger Zeit wird hier eine in ihrer Art einzigartige Laserschneidemaschine eingesetzt.  Sie ermöglicht insbesondere die schnelle Zulieferung von Teilen bei der Entwicklung von Prototypen. „Da muss es immer besonders schnell gehen“, betonte Dr.-Ing. Heinz Wesch, einer der Geschäftsführer von Phoenix Contact. Die neue Maschine gewährleistet das.

Die Phoenix Contakt-Gruppe wird nach wie vor als Familienunternehmen geführt. Sie ist weltweiter Marktführer für Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation. In enger Zusammenarbeit mit Hochschule und Wissenschaft werden Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und Umwelttechnologien erforscht und in marktgerechte Produkte, Systeme und Lösungen überführt.

Seit 1961 ist Klaus Eisert geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe. Heute ist er 78 Jahre alt und aus Sicht von Dr.-Ing. Heinz Wesch auf eine bewundernswerte Weise im Unternehmen präsent. So nimmt sich Klaus Eisert nach wie vor selbst die Zeit, um nach den „Best Practice“-Workshops, Mitarbeiter auszuzeichnen, die Verbesserungsvorschläge präsentiert haben.

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