Lüdenscheid/Volmetal. Die Scampi haben geschmeckt. Die Steaks waren lecker. Da stößt die Mahnung, die per Mail kommt, sauer auf. Offenbar in großem Stil sind Phishing-Mails an Internet-Kunden verschickt worden. „3. Mahnung“ steht in roter Schrift darüber. Für den Fall, dass man sich nicht mit dem Bezahl-Dienst Pay Pal in Verbindung setzt, wird damit gedroht, einen Anwalt einzuschalten.

Der Link zu Pay Pal ist natürlich auch dabei. Den sollte man besser nicht anklicken, rät Christian Fuchs, Berater von der Verbraucherberatung in Leverkusen: „Die wollen Daten abgreifen. Da ist Vorsicht geboten.“ Zunächst, so Fuchs, sollte man prüfen, ob es überhaupt „offene Forderungen“ gibt. „Im Zweifel die Firma direkt anrufen oder sich über sein Kundenkonto einloggen“, rät der Verbraucherberater. Damit könnte die Frage meist schon geklärt werden. „Löschen“, empfiehlt auch Dietmar Boronowski, Sprecher der Kreispolizei in iserlohn. Selbst seine Behörde werde nicht vor Phishing-Mails verschont. Senioren und Seniorinnen können sich im Referat Vorbeugung unter 02371-9199-5515 (Herr Emser) Rat holen.

Delikatess-Versender suchen Lecks

Delikatessen-Versender wie Heine und Gosch-Sylt haben sich inzwischen per Mail an ihre Kunden gewandt und sich für den Versand der Phishing-Mails, die unter Missbrauch ihres Namens erfolgt sind, entschuldigt. Wie es zu den Phishing-Mails kommen konnte, war zunächst unklar. Experten suchen nach der Lücke. „Wir arbeiten seit Sonntag mit Hochdruck daran“, hieß es auf Anfrage bei Heine-Delikatessen. Sensible Angaben wie Konto- oder Kreditkarten-Daten sollen nicht betroffen sein, versichert Gosch-Sylt in einer Mail an seine Kunden.

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