Halver/Cebu/Philippinen. Auf der philippinischen Insel Cebu ist am Freitag ein Mann aus Halver erschossen worden. Ein Franzose und ein Inder wurden bei der Schießerei in einen Schnellrestaurant verletzt. Inzwischen hat die Polizei einen 35-jährigen Verdächtigen festgenommen. Er soll bei dem Vorfall in Barangay Tabunok zur Waffe gegriffen und geschossen haben. Nach weiteren Beteiligten wird noch gefahndet. Das berichten der Online-Dienst www.sunstar.com/ph und das deutschsprachige philippinische Nachrichtenportal „Philippinen Nachrichten“. Nach diesen Angaben handelt es sich bei dem Toten um den 31-jährigen Heinrich H. . Der schwer verletzte Halveraner wurde mit einen Rettungswagen der Emergency Rescue Unit Foundation (ERUF) in das Chong Hua Hospital gebracht, wo er wenige Minuten nach seiner Einlieferung starb. Der Bluttat war offenbar ein Streit vorangegangen, mit dem der Deutsche aber offensichtlich nichts zu tun hatte.

Verdächtiger auch in Schießerei mit der Polizei verwickelt

Der vermutliche Todesschütze war der Polizei schon vor der Schießerei bekannt. Ein Polizeisprecher teilte dem philippinischen Nachrichtenportal mit, der Verdächtige sei zuletzt in verschiedene Überfälle verwickelt und an einer Schießerei mit der Polizei von Talisay am 22. Januar beteiligt gewesen.

Ein Zeuge will ihn als einen der schießenden Angreifer, der auf einen Franzosen und einen Inder vor dem Fastfood-Restaurant geschossen habe, erkannt haben.

Paraffintest soll Klarheit bringen

Die Polizei nahm den Mann am Freitag gegen 17 Uhr in seinem Haus in Barangay San Isidro fest. Der Verdächtige bestreitet, an diesem Vorfall beteiligt gewesen zu sein. Ein Paraffintest soll hier Klarheit bringen, ob der Mann vor kurzem mit einer Waffe geschossen hat.

Heinrich H., der 31-jährige deutsche Tourist, wurde durch mehrere Schüsse in den Körper getötet. Die beiden anderen Opfer wurden verletzt. Sie befinden sich in einem öffentlichen Krankenhaus und sind in einer stabilen Gesundheitslage.

Schüsse durch die Eingangstür

Die Freundin des Halveraners, so berichtet der philippinische Nachrichtendienst, habe bei der Polizei ausgesagt, sie habe gesehen, dass der indische Gast mit dem Management gesprochen habe. Sie und ihr Freund hätten ihr Essen bestellt und hätten gehen wollen. Während sie an der Tür gestanden hätten, seien sechs bewaffnete Männer auf Motorrädern angekommen. Einer der Bewaffneten habe ihren Freund in die Schulter geschossen. Mehrere Schüsse seien gefolgt, dabei sei die Eingangstür des Fastfood-Restaurants zu Bruch gegangen. H. sei daraufhin in die erste Etage gelaufen, um sich im Lagerraum zu verstecken. Zwei der Bewaffneten seien ihm gefolgt und hätten dort mehrere Schüsse auf ihn abgegeben. Tatsächlich stellte die Polizei an dieser Stelle Patronenhülsen sicher.

Jede Menge Patronen gefunden

Währenddessen wurden der Franzose und der Inder mit Schüssen im Erdgeschoss beschossen und getroffen. Sie konnten sich schließlich in eine Toilette retten. Die Polizei fand am Tatort 16 Patronen einer 9 mm Pistole, fünf Patronen einer .45 cal. Pistole und elf verformte Kugeln in dem Fastfood-Restaurant und eine außerhalb.

Die Polizei geht davon aus, dass der Deutsche von der Gruppe fälschlicherweise als zu der Gruppe von Ausländern gehörig angesehen worden sei. Sie untersucht außerdem eine Mitschuld des “Security Guards” (Wachmann) des Fastfood-Restaurants, da dieser sich während der Schießerei versteckt haben soll.

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