Aus solchen Stahlelementen wird der Turm für die Phänomenta- zusammengeschraubt.

Lüdenscheid. Panne hin oder her: Die Verantwortlichen der Phänomenta halten an ihrem Ziel fest. Noch im Oktober sollen der 75 Meter hohe äußere Turm (über Grund) und der Sekundär-Turm im Inneren auf dem Phänomenta-Erweiterungsgebäude stehen. Die erste Ebene der Stahlkonstruktion ist bereits montiert. Auch am Samstag, 11. Oktober, herrschte Betriebsamkeit auf dem Gelände der Phänomenta. Mitarbeiter des Stahlbauunternehmens waren auch am Wochenende dabei, das Hilfsgerüst, das am Mittwoch in sich zusammengefallen war, für seinen Einsatz vorzubereiten.

Beim Anheben des acht Tonnen schweren Stahlkäfigs seien die Kräfte unterschätzt worden, die auf die Konstruktion einwirkten, hieß es nach der Panne.

Wetter muss mitspielen

Steht der Turm wie geplant, soll im November die Membran im Turminneren verspannt werden. Allerdings muss das Wetter mitspielen. Bei diesen Arbeiten darf das Thermometer nicht unter fünf bis sechs Grad fallen.

So soll der Turm der Phänomenta nach der Fertigstellung aussehen. © KKW-Architekten, Altena
So soll der Turm der Phänomenta nach der Fertigstellung aussehen. © KKW-Architekten, Altena

Am Eröffnungstermin der erweiterten Phänomenta halten die Verantwortlichen fest. Sie soll vor den Osterferien 2015 in Betrieb gehen. Hauptattraktion wird der Turm mit dem Foucault’schen Pendel sein. Das Pendel steht aus einem 28 Meter langem Seil mit einer etwa 20 Kilogramm schweren Stahlkugel. Es veranschaulicht die Erdrotation und schwingt auf einer Amplitude von 1,30 Meter. Das Foucault’sche Pendel wird von zwei Ebenen aus zu sehen sein: Zum einen im Turm selbst und zum anderen von einem Raum unterhalb des Turms. Ein sechseckiges Glasfenster im sogenannten Phänorama ermöglicht den Blick auf das Pendel.

Bald 100 000 Gäste in der Phänomenta

Die neue Attraktion sowie die Verdopplung der Ausstellungsfläche und dem damit verbundenen Zuwachs an Exponaten werde die jährlichen Besucherzahlen auf etwa 100 000 steigern, schätzt Dunja Landi, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Phänomenta. Schon in der bisherigen Geschichte des Science-Centers wurden jährlich bis zu 80 000 Besucher gezählt. Während der Bauzeit sei die Zahl der Gäste auf etwa 60 000 zurückgegangen.

Phänomenta-Leiter Johannes Pöpping geht davon aus, dass mit der Eröffnung der erneuerten Phänomenta der Eintrittspreis leicht steigen wird. Er rechnet mit einer Anhebung um ein bis zwei Euro. Zurzeit liegen die Ticketpreise bei acht (ermäßigt sieben) Euro. Schulklassen zahlen sechs Euro.

Info: Träger der PHÄNOMENTA ist eine gemeinnützige Stiftung. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft und Bildung durch die Popularisierung der Naturwissenschaften – insbesondere der Physik – und Technik.

Der PHÄNOMENTA gelingt es, ohne öffentliche Fördermittel mit den erwirtschafteten Einnahmen die laufenden Kosten des Betriebes zu decken, was in diesem Sektor nahezu einzigartig ist.

Bei größeren Investitionen ist die PHÄNOMENTA auf Spenden angewiesen. Die verantwortlichen freuen sich daher über jede Zuwendung, die für die Weiterentwicklung des Hauses eingesetzt werden kann.

Spendenkonto
Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid

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Sparkasse Lüdenscheid

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