Der Phänomenta-Turm: Schüler entwickelten mit Unterstützung von Lüdenscheider Unternehmen im Technikzentrum ein Werkzeug, mit dem das Wahrzeichen als USB-Stick, Spielfigur und LED-Lichtobjekt produziert werden kann. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Lüdenscheider Unternehmen haben sich zusammengetan und mit Manpower durch Auszubildende und Fachkräfte sowie großzügigen Sachspenden ein neues Spritzgießwerkzeug für das Technikzentrum Südwestfalen gefertigt.

Von der Entwicklung bis hin zur Fertigstellung haben Auszubildende der ortsansässigen Unternehmen HASCO, Leopold Kostal und des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid sowie Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Technik in Lüdenscheid jetzt gemeinsam ein Werkzeug aufgebaut, mit welchem im Technikzentrum Lüdenscheid nun der Turm der Phänomenta als USB-Stick und sogar als LED-Lichtobjekt oder als Spielfigur produziert werden kann.

Idee stammt von jungen Leuten

Die Idee dazu entstand aus der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Profilklasse Technik der Hauptschule Stadtpark Lüdenscheid im Technikzentrum. Sie durchliefen unterschiedliche Phasen des Moduls, halfen bei der Erstellung von Materialien und führten eine Umfrage zur Art des zu fertigenden Produktes unter ihren Mitschülerinnen und Mitschülern durch. Die Mehrheit war für einen USB-Stick in Form des Turms der Phänomenta – einer Landmarke der Stadt Lüdenscheid.

Ein Werkzeug – drei Produkte

Seit Frühjahr 2016 wurde von Auszubildenden der beteiligten Unternehmen sowie Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs getüftelt, berechnet, gefräst und erodiert, bis alles passte. Dabei wurden neben dem Turm als USB-Stick noch zwei weitere Varianten entwickelt, ein LED-Lichtobjekt und eine Spielfigur. Alle drei sollten mit einem einzigen Werkzeug hergestellt werden können. Dank des Know-Hows und der großzügigen Sachspenden der beteiligten Unternehmen sowie dem Ehrgeiz und Engagement aller Beteiligten ist dies gelungen.

Beteiligte setzen auf Schub fürs Technikzentrum

Für das Technikzentrum Südwestfalen waren Christian Lepping (AGV Lüdenscheid e.V.) und Christoph Brünger (SIHK zu Hagen) bei der Übergabe dabei. Christian Lepping brachte es auf den Punkt: „MINT-Förderung für die Region fängt mit Begeisterung an und wird zur Identifikation mit ihr und ihren Unternehmen. Dank der Initiative und des Engagements der Lüdenscheider Unternehmen konnten wir das Angebot hier im Technikzentrum noch attraktiver machen.“

Christoph Brünger machte deutlich, dass alle Beteiligten auf einen weiteren Schub für das Technikzentrum setzen: „Unser Miniatur-Turm hat das Potenzial zum Fan-Artikel. Er soll exklusiv nur an Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Angebote ausgegeben werden“.

Engagement der Unternehmen

Ohne das große Engagement der beteiligten Unternehmen sei die Umsetzung der Produktidee für das Technikzentrum aber überhaupt nicht denkbar gewesen. „Dafür sind wir sehr dankbar“ unterstrich Christian Lepping abschließend. Damit werde aber auch deutlich, dass MINT-Förderung als wesentliche Zukunftsaufgabe für die Region wahrgenommen werde.

Vier Module möglich

Zum Hintergrund: Das Modul Kunststofftechnik ist eines von vier Modulen, das Schülerinnen und Schüler im Technikzentrum durchlaufen können. Weitere Themen sind Oberflächentechnik, Gebäudesystemtechnik und Metalltechnik. Bereits im Februar 2015 lieferte die ARBURG GmbH eine Spritzgussmaschine 270S in Lüdenscheid an und stellte sie dem Technikzentrum kostenfrei zur Verfügung. Kurz darauf folgte die WENZ Kunststoff GmbH mit Temperier- und Trocknungsgeräten und die WITTMANN Robot Systeme GmbH mit einem Angusspicker. Gefertigt wurden Jo-Jos mit einem zur Verfügung gestellten Werkzeug.

Initiiert hatte dies Stefan Pietzner Geschäftsführer der Meding GmbH, der mit anderen engagierten Vertretern aus Lüdenscheider Unternehmen das erste Modul des Technikzentrums, das Modul „Kunststofftechnik“, begleitete und prägte.

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