Phänomenta
Die Besucher im noch nicht ausgestatteten Phänorama: Über ihren Köpfen das Fenster, durch das das Foucault'sche Pendel beobachtet werden kann.

Lüdenscheid. Bloß nichts verpassen: Die Wissenschaftsausstellung Phänomenta hat viele Freunde, die sich keine Phase des Neubaus entgehen lassen wollen. Sie nutzten am Samstag, 10. Januar, die Chance, an einer Führung durch den Neubau an der Gustav-Adolf-Straße teilzunehmen. Ab 2. Februar ist das Science-Center noch geöffnet. Danach wird es für zwei Monate geschlossen. „So lange werden wir brauchen, um den Umzug alter Stationen und den Neubau zu bewerkstelligen und die neuen Stationen einzurichten und zu testen“, berichtete Phänomenta-Leiter Johannes Pöpping. Ein Teil der der bisherigen 130 Experimentalstationen aus allen Bereichen der Physik wird verlagert. Unter dem Strich werden nach Abschluss des Neubaus 180 Exponate zur Verfügung stehen.

Zugang zur Phänomenta über die Bahnhofsallee

Künftig ist die Phänomenta über eine Brücke von der Bahnhofsallee aus zu erreichen. Die Widerlager für diese Brücke sind schon auf dem großen Vorplatz zu sehen. Weil die Phänomenta von der Bahnhofsallee zu erreichen sind wird, wird auch der bisherige Haupteingang verlegt. Die Besucher gelangen von dort zunächst in ein großes Foyer mit Empfangsbereich. Hier entsteht unter anderem eine Kugelbahn, die sich über eine gesamte Wand ausdehnt. Pro Eintritt erhalten die Besucher eine Kugel in der Größe eines Golfballs, den sie auf dieser Bahn auf die Reise schicken können. Die Kugel erzeugt unter anderem Lichteffekt. Außerdem trifft sie auf eine Art Flipper, der die Kugel erneut in die Bahn spielen wird.

Farbdusche zieht um

Die Erweiterung der PHÄNOMENTA besteht im Wesentlichen aus zwei Ausstellungsräumen. Diese Räume haben keine Fenster. Hier werden Stationen zu den Themen, Licht, Strahlengänge und Blitze errichtet, die in abgedunkelten Räumen besser wirken. Im ersten Raum werden geschätzte 20 Experimente Platz finden, unter ihnen z.B. der „gefrorene Schatten“ oder die „Farbdusche“, die aus dem alten Gebäude in den Neubau umziehen werden.

Phänorama mit Panoramablick

Im zweiten Raum, dem sogenannten Phänorama, erhalten die Besucher einen 360°-Panoramablick über Lüdenscheid. Aus den Perspektiven von Kameras, die im Turm der Christuskirche installiert werden, kann dann auch ein Blick auf die Phänomenta geworfen werden.

Dieser „Rundum-Blick“ wird auf eine 42 Meter lange Leinwand projiziert, die sich durch das Phänorama spannt. Außerdem werden elf Medienstationen aufgestellt, an denen die Besucher zusätzliche Inhalte abrufen können.

Weiter können sie von hier aus durch ein sechseckiges Glasfenster in der Raumdecke das im Turm schwingende Pendel beobachten. Der Phänomenta-Turm mit dem Foucault’schen Pendel ist das Prunkstück der neuen Ausstellung. Das Pendel lässt sich im Turm und von einem Raum unter dem Turm, dem Phänorama, aus beobachten.

Spiegelfolie im inneren Turm

Phänomenta
Der innere Turm, der das Pendel aufnimmt, wird mit einer Spiegelfolie ausgekleidet.

Dabei sind interessante Effekte zu erwarten. Der innere Turm wird mit einer Spiegelfolie ausgekleidet, die durch ihren Anordnung Mehrfach-Spiegelungen in der Art eines Kaleidoskops hervorruft. In der Turmspitze sind sie in leuchtenden Farben in der Form eines Diamanten zu beobachten.

Die innere Beleuchtung des Turms scheint durch eine durchlässige Folie auch nach außen, so dass das neue Wahrzeichen Lüdenscheids auch in der Dunkelheit wahrgenommen wird.

Bis zu 40 Handwerker arbeiten gleichzeitig

Ursprünglich hatten die Organisatoren vorgesehen, die Ausstellung für etwa sechs Monate zu schließen. Da die Phänomenta aber von Eintrittsgeldern lebte, wurde diese Zeit auf zwei Monate verkürzt. Johannes Pöpping ist zuversichtlich, dass diese Zeitvorgabe eingehalten wird. Schon in den zurückliegenden Wochen seien bis zu 40 Handwerker gleichzeitig in dem Neubau mit seinen 2000 Quadratmetern Nutzfläche aktiv gewesen, sagte er am Samstag. „Die schaffen das.“

 

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