Stellten die neue Servicemappe vor: (von links) Landrat Thomas Gemke, Bettina Schneider, Nadine Möller und Torsten Sauer. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Umfangreiche Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Angehörigenpflege enthält jetzt eine Servicemappe, die insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen im Märkischen Kreis sowie deren Beschäftigte erschienen ist. Die Pflegemappe ist ein Kooperationsprojekt des Kompetenzzentrums Frau & Beruf der agentur mark GmbH, der Pflegeberatung des Märkischen Kreises sowie der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS).

Die Mappe wurde jetzt von den Beteiligten auch Landrat Thomas Gemke im Lüdenscheider Kreishaus vorgestellt. „Ich bin überrascht, wie viele Informationen darin enthalten sind und welche unterstützenden Möglichkeiten es für Unternehmen und Beschäftigte gibt“, zeigte sich Gemke angetan von dem Angebot.
Die Zahl der Pflegebeldürftigen wächst. Mehr als eine halbe Million Menschen in Nordrhein-Westfalen sind auf Pflege angewiesen, die meisten von ihnen werden zu Hause betreut – zu fast 50 Prozent von berufstätigen Angehörigen. Beruf und Pflege unter einen Hut zu bekommen, ist eine Herausforderung. Dies gilt insbesondere für Frauen, denn etwa 75 Prozent aller pflegenden Angehörigen sind weiblich.

„Wer möchte im Alter nicht so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Deshalb tut der Märkische Kreis unter dem Motto ambulant geht vor stationär viel, um den zu Pflegenden dies zu ermöglichen.“

Vom Anstieg der Pflegebedürftigkeit sind auch Unternehmen zunehmend betroffen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind häufig nicht mehr so flexibel und leistungsfähig. Bedingt durch die Doppelbelastung kann es zu Fehlzeiten kommen. Um ihren Pflegeaufgaben gerecht werden zu können, reduzieren viele Arbeitnehmer ihre Stunden oder kündigen sogar. Mit manchmal großen Konsequenzen für die Firmen.

Hier will die Pflegemappe Unterstützung leisten. Der erste Teil richtet sich an Unternehmen und enthält viele praktische Hinweise zu gesetzlichen Rahmenbedingungen und Beratungsstrukturen vor Ort. Daneben gibt es ausführliche Informationen dazu, wie Unternehmen das Thema Pflege und Beruf sachgerecht angehen können. Im zweiten Teil der Servicemappe finden betroffene Beschäftigte außer Sachinformationen auch zahlreiche Hilfestellungen, um den Pflegefall neben ihrer beruflichen Tätigkeit bewältigen zu können. Alle Materialien der Servicemappe sind auch auf einer beiliegenden CD enthalten.

„Erste Anfragen bestätigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und das Thema Interesse findet. Die Resonanz ist gut, sowohl bei kleinen und mittleren Firmen wie auch bei Industrieunternehmen“, freuen sich Bettina Schneider, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau & Beruf, und Nadine Möller von der GWS.
Interessierte Unternehmen können die Pflegemappe auf Anfrage erhalten. Sie bekommen sie kostenlos in Verbindung mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Anfragen nehmen Bettina Schneider vom Kompetenzzentrum per Telefon unter 02331/48878-40 oder per E-Mail unter competentia.schneider@agenturmark.de oder Nadine Möller von der GWS unter 02352/9272-14 oder per Mail unter moeller@gws-mk.de entgegen.

Darüber hinaus bietet die Pflegeberatung des Märkischen Kreises Unternehmen Hilfestellungen und Informationsveranstaltungen rund um das Thema Pflege an. Ansprechpartner ist Torsten Sauer, Telefon 02352/966-7191, E-Mail t.sauer@maerkischer-kreis.de.

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