Im AOW-Seniorenheim Iserlohn informierte sich Landrat Thomas Gemke (2.von links) bei einem Rundgang. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Kierspe (pmk) – Auf Einladung des Bezirkes Westliches Westfalen e.V. der Arbeiterwohlfahrt besuchten Landrat Thomas Gemke und der beim Märkischen Kreis für die Pflege zuständige Fachbereichsleiter Volker Schmidt die AWO-Seniorenzentren am Haunerbusch in Kierspe und an der Schulstraße in Iserlohn. Anlass war der „Internationale Tag der Pflege“, der seit 1967 bundesweit begangen wird. Deshalb hatte die Arbeiterwohlfahrt führende Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker aus dem Bezirk Westliches Westfalen eingeladen, einen „Blick hinter die Kulissen“ einer ihrer Senioreneinrichtung zu werfen sowie mit Beschäftigten und Bewohnern zu ins Gespräch zu kommen.

Die Arbeiterwohlfahrt betreibt in ihrem Zuständigkeitsbereich 61 Seniorenzentren für die stationäre Pflege mit mehr als 6.000 Beschäftigten sowie gut 7.000 Bewohnerinnen und Bewohnern. Im Märkischen Kreis sind es vier, außer den beiden in Kierspe und Iserlohn noch zwei Einrichtungen in Lüdenscheid und Hemer.

Der „Internationale Tag der Pflege“ war vielerorts Grund für einen „Tag der offenen Tür.“ Wer sich ein eigenes Bild über das Leben und die Abläufe in einer modernen Senioreneinrichtung machen wollte, war herzlich willkommen. „Die öffentliche Diskussion ist oftmals geprägt von Klischees und Vorurteilen“, hatte AWO-Bezirksvorsitzender Michael Scheffler bereits in seiner Einladung erwähnt. Doch gerade in einem Bereich, der in unterschiedlicher Form jeden betrifft oder betreffen wird, ist es nach seiner Meinung besonders wichtig, sich einen eigenen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

Immer mehr Bürokratie, zu wenig Zeit für die eigentliche Pflege und die notwendige Zuwendung für die Bewohner sowie drückender Fachkräftemangel – das sind die größten Probleme der Beschäftigten in den Einrichtungen. Beim Märkischen Kreis ist das Thema „Älter werden“ und Pflege schon seit einigen Jahren stärker in den Focus gerückt. „Ambulant vor stationär“ ist die Zielvorgabe. „Welcher ältere Mensch will nicht so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben?“, so Landrat Thomas Gemke. Deshalb sei die Pflegeberatung intensiviert worden. Sie bietet auch Sprechstunden vor Ort und Hausbesuche an.

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