Nach acht Jahren scheidet Petra Crone (SPD) aus dem Deutschen Bundestag aus. Foto: Deutscher Bundestag Simone M. Neumann

Märkischer Kreis. Engagement mit Herz und Verstand und im Wahlkampf in einem schwierigen Wahlkreis Kampf um jede Stimme: Petra Crone hat acht Jahre lang eine spannende und interessante Zeit als SPD-Bundestagsabgeordnete erlebt. „Diese Zeit hat meinen Horizont unglaublich erweitert“, sagt die Politikerin. Für die Wahl zum neuen Bundestag ist sie nicht wieder angetreten. Die Berliner Phase der Politikerin aus Kierspe ist beendet. Sie scheidet aus dem Bundestag aus.

In einem letzten Schreiben an die Besucherinnen und Besucher ihrer Internetseiten verabschiedet sie sich von den Menschen in ihrem Wahlkreis. Darin heißt es:

„Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Internetseiten, nach acht spannenden Jahren endet nun mein Mandat als Abgeordnete des Deutschen Bundestages mit Ablauf der 18.Wahlperiode. Meine Homepage und diese Facebookseite werden daher zum Ende des Monats Oktober abgestellt.

„Nicht immer leicht oder gar sorgenfrei“

So kennen Petra Crone viele von zahlreichen Veranstaltungen im Wahlkreis. Foto: Wolfgang Teipel

Die Arbeit als Bundestagsabgeordnete – als Vertreterin des Wahlkreises Olpe/Märkischer Kreis I in Berlin sowie als Fachpolitikerin – war eine einmalige Erfahrung, wenn auch nicht immer leicht oder gar sorgenfrei.

Ihre Unterstützung hat mir gut getan, der Zuspruch mich bestärkt, die Kritik mich angespornt, Gutes für meinen Wahlkreis, für unser Land zu erreichen. Und ich durfte – in der Regierungsverantwortung ein Stück weit mehr als in der Opposition – dazu beitragen, sozialdemokratische Leitlinien in Gesetze und gute Politik umzusetzen.

Demografischen Wandel mitgestalten

Ich bin dankbar für die Themen, die ich bearbeitet habe, für die Menschen, die mit mir und für mich gearbeitet haben, für das Vertrauen, das mir auch in der Bundestagsfraktion und im Parteivorstand entgegengebracht wurde. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen habe ich als Vorsitzende der AG Demografischer Wandel das Thema Demografischer Wandel und insbesondere ländliche Räume noch stärker in das Bewusstsein unserer Partei – in Kommune, Land und Bund – gerückt. Daran möchte ich auch nach meiner Amtszeit weiter arbeiten, denn den Demografischen Wandel mitzugestalten, liegt mir sehr am Herzen. Unseren Wald und seine Bewohner zu schützen und die Arbeitsbedingungen für Försterinnen und Förster zu verbessern, habe ich als wald- und forstpolitische Sprecherin zum Ziel gehabt.

Dank an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter

Petra Crone und die damalige Frauenministerin Manuela Schwesig am „Equal Pay Day“.

Trotz meines Einsatzes für mehr Naturschutz anstelle wirtschaftlicher Interessen wurde mir viel Respekt z.B. seitens des Deutschen Jagdverbands entgegengebracht. Ganz zuletzt wurde ein langjähriges „Projekt“ meiner Tätigkeit als Berichterstatterin für Altenpflege in der SPD-Bundestagsfraktion verabschiedet – nach sieben Jahren Ringen haben wir uns innerhalb der Koalition endlich auf ein Pflegeberufereformgesetz geeinigt.

Nicht zuletzt möchte ich meinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern danken, vor allem aber meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mich großartig unterstützt, gestärkt, kritisiert und mit mir gelacht haben. Ohne sie hätte ich die Arbeit nicht leisten können. Und ich danke meinem Mann Michael, der seiner arbeitenden Ehefrau stets gut gelaunt den Rücken freigehalten hat.“

Den Abgeordneten des 19. Bundestages wünsche ich viel Kraft und Ansporn, den nationalistischen Kräften entschieden entgegenzutreten. Das wird unser aller wichtigster Auftrag in den kommenden Jahren. Unsere Demokratie ist nicht unverwundbar – lassen Sie uns weiterhin gemeinsam für Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit einsetzen.“

 

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