Dieter Heinze und Pete Gere - zusammen sind sie Payback 2 Blues. Fotos Kannenberg Design&Kommunikation.

Lüdenscheid. In Karolina´s Kunst & Musik Café gaben sich diesmal zwei Urgesteine der Lüdenscheider Musikszene die Ehre: Dieter Heinze und Pete Gere. Zusammen sind sie Payback 2 Blues. Dieter, der vielen nicht nur als Musiker, sondern auch auch als Mitarbeiter des Kulturhauses bestens bekannt ist, spielte zusammen mit Pete Gere Musik aus zehn Jahrzehnten Musikgeschichte.

Zwei wandelnde Musik-Lexika

Ein gutes Team: Payback 2 Blues
Ein gutes Team: Payback 2 Blues

Die beiden können alles! Ob Jazz, Blues, Soul, Funk, Rock, Country, Folk oder auch einmal ein deutsches Volkslied, sie sind zwei wandelnde Musik-Lexika, die jedes Lied, das sie zusammen anstimmen gefühlvoll und musikalisch ansprechend interpretieren und ganz modern arrangieren. Und dabei einen ganz eigenen Stil haben, der dem ganzen eine gewisse Unverwechselbarkeit gibt.

Spaß macht es ihnen auch noch. Sicht- und hörbar. Dieter, der auch in der Gemeinde Oberrahmede bei Monika Deitenbeck in der Praiseband mitspielt, spielt mindestens fünf verschiedene Instrumente plus Gesang und sieht seine Wurzeln in der Bluesmusik. Pete, Sänger und Gitarrist, zieht es eher zum Folk, beherrscht aber auch die anderen Genres problemlos. Die beiden sind ein gutes, eingespieltes Team, das sich gegenseitig Raum lässt, sich unterstützt und sichtbar respektiert. Zusammen sind sie ein Duo, dass man genausogut in sein Wohnzimmer bitten kann, wie auf eine große Bühne. Sie rocken beides.

Pete kam vor der Wende nach Lüdenscheid

Kleine Raucherpause auf der Treppe des Karolinas. Links: Der Bassist Max Jalaly, ein Freund der beiden Musiker.
Kleine Raucherpause auf der Treppe des Karolinas. Links: Der Bassist Max Jalaly, ein Freund der beiden Musiker.

Pete ist bereits vor der Wende aus Leipzig nach Westdeutschland gekommen. Man hört es ihm noch an, das Sächseln hat er keinesfalls verlernt. Politisch und musikalisch unbequem, verzichteten die damaligen Machthaber lieber auf ihn und ließen ihn nach etlichen Querelen ausreisen. In der DDR hatte er mit solchen „Political-Incorrectness-Bands“ wie „Renft“ gespielt und auch als Solo-Musiker kein Blatt vor den Mund genommen. Heute lebt er bei seiner Tochter in Dortmund und ist auch nach dem Fall der Mauer jemand, der den Mund aufmacht, wenn es darum geht, Stellung zu beziehen gegen eine ungerechte Welt.

Dieter rockt das Kulturhaus

Die Fans spielten gleich mit. Ganz rechts: Karla, die Lebensgefährtin von Dieter. Auch sie hat es von Leipzig nach Lüdenscheid verschlagen.
Die Fans spielten gleich mit. Ganz rechts: Karla, die Lebensgefährtin von Dieter. Auch sie hat es von Leipzig nach Lüdenscheid verschlagen.

Dieter ist außer Musiker mit Leib und Seele, auch „Das Mädchen für alles“ im Lüdenscheider Kulturhaus und sorgt seit sieben Jahren dafür, dass sich Künstler, Gäste und Angestellte dort wohl und sicher fühlen dürfen. Er hat schon mit Mel Gaynor, dem Schlagzeuger der Simple Minds auf der Bühne gestanden und die Musik einfach im Blut. Stammt er doch aus einer Musikerfamilie, mit einem Vater, der ihm frühzeitig das Schlagzeugspielen beigebracht hat. Alle anderen Instrumente hat Dieter dann in Eigenregie und autodidaktisch erlernt. Und weil das alles nicht genug ist, hat er jetzt auch noch ein Studium Kulturwissenschaften an der Fernuni in Hagen begonnen. Aus Interesse. Was sonst?

Vor zehn Jahren haben sich die beiden Musiker per Annonce kennengelernt. Pete hat geschaltet, Dieter hat sich gemeldet. Seitdem spielen sie zusammen. Payback 2 Blues. Der Name ist Programm!

 

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