Über 300 junge Leute aus den heimischen Betrieben besuchten die Informationsveranstaltung der IG Metall-Geschäftsstellen Märkischer Kreis und Hagen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Positionen liegen weit auseinander. Das war bei der überbetrieblichen Jugend- und Auszubildendenversammlung der IG Metall Märkischer Kreis und Hagen am 14. September kaum anders zu erwarten. „Ich glaube nicht, dass wir in einem Land leben, in dem es ungerecht zugeht“, stellte CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider vor über 300 jungen Leuten aus heimischen Betrieben im Kulturhaus fest. Ingeborg Mohr-Simeonidis, Kandidatin der Partei Die Linke, sieht das komplett anders. „Ich begleite regelmäßig Menschen zum Job Center. Es ist erschütternd, was sich da manchmal abspielt.“

Standpunkte kennenlernen

Die Teilnehmer hatten ausreichend Gelegenheit, die Teilnehmer zu befragen. Foto: Wolfgang Teipel

Auch bei anderen Positionen lagen Dr. Matthias Heider (CDU), René Röspel (SPD), Johannes Vogel (FDP), Markus Kurth (Grüne) und Ingeborg Mohr-Simeonidis (Die Linke) deutlich auseinander. Aber: Der Nachwuchs aus den Unternehmen der Region hatte bei der wohl größten Erstwähler-Veranstaltungen an Volme, Hönne und Lenne eine gute Gelegenheit, Politiker hautnah zu erleben, ihre Standpunkte auf drei Themenfeldern kennenzulernen und sie zu befragen.

Politische Aufklärung

Ziel der Veranstaltung im Kulturhaus war die politische Aufklärung. Das Motto lautete: „Fit für die Bundestagswahl!“ Am Vormittag wurden zunächst in Workshops die Grundlagen zur Wahl vorgestellt (Beispiele: Was sind Parteien? Was ist die Erst- und was ist die Zweitstimme? Wer darf wählen? Was ist das Grundgesetz?) vorgestellt. In der Mittagspause waren Parteien, Gewerkschaften und gewerkschaftsnahe Organisationen mit Ständen im Kulturhaus vertreten.

Auf dem Podium: Markus Kurth (Grüne), Ingeborg Mohr-Simeonidis (Die Linke), René Röspel (SPD), Moderatorin Stefanie Holtz, Dr. Matthias Heider (CDU) und Johannes Vogel (FDP). Foto: Wolfgang Teipel

Die Podiumsdiskussion im Theatersaal mit den Vertretern der Parteien SPD, CDU, FDP, Grüne und Die Linke war der Höhepunkt der Veranstaltung. Moderiert wurde sie von Stefanie Holtz vom Ressort „Junge IG Metall“ der Frankfurter Gewerkschaftszentrale. Themen waren unter anderem die ausstehende Novellierung des Berufsbildungsgesetzes, Ausbildungsplatz- und Übernahmegarantie, Lern- und Lehrmittelfreiheit aber auch die Frage, was der Gesetzgeber regeln sollte oder was die Tarifparteien übernehmen müssten. Höhere Ausbildungsvergütungen, insbesondere in Dienstleistungsberufen, Anpassung des BAföG oder das Recht beziehungsweise die „Pflicht zur Weiterbildung“ (Dr. Matthias Heider) beschäftigten Besucher und Kandidaten.

 

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