Reinhard Mussehl (HBB), Gabriele Beck (BWK Architekten), Bürgermeister Ulrich Schulte und Gert Schambach durchschnitten das symbolische rote Band zur Eröffnung des P-Centers. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Freude, Stolz, Zuversicht, Euphorie – diese positiven Gefühle offenbarten Politiker, Verwaltungsmitarbeiter, Projektentwickler und Mieter bei der Eröffnung des P-Centers am Donnerstag, 11. Mai. Das Wetter wie gemalt für einen Frühlingstag und ein enormer Besucheransturm auf die neuen Geschäfte – auch die äußeren Bedingungen stimmten. Nach fast zehn Jahren der Verhandlungen, Diskussionen und Planungen ist das Fachmarktzentrum auf dem ehemaligen Mylaeusgelände Wirklichkeit geworden.



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Ulrich Schulte: Veränderungen annehmen

Foto: Bernhard Schlütter

Die Entwicklung von einer häßlichen Brache inmitten der Stadt zu einem attraktiven Einkaufszentrum skizzierte Bürgermeister Ulrich Schulte in seiner Ansprache. „Um unsere Stadt weiterzuentwickeln, müssen wir Veränderungen annehmen“, meint Schulte. Daher sei die Entscheidung von Rat und Verwaltung für das P-Center richtig gewesen. „Was die Zukunft bringt, können wir nicht sagen.“ Das Käuferverhalten sei von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, so Ulrich Schulte. Mit dem P-Center und dem zukünftigen Modemarkt im ehemaligen Real-Gebäude am Maiplatz würde aber die Voraussetzung für eine weitere Belebung der Innenstadt geschaffen.

Projektentwickler: Attraktivitätsgewinn

Ulrich Schulte, Reinhard Mussehl und Gert Schambach (v. l.) Foto: Bernhard Schlütter

Reinhard Mussehl vom Projektentwickler HBB wünscht sich ebenfalls, dass das P-Center mit der Innenstadt verschmelzen solle. „Vor zehn Jahren war ich zum ersten Mal hier in Plettenberg und habe festgestellt, dass diese Fläche hervorragend für ein Einkaufszentrum geeignet ist. Damals wollte die Stadt da noch nicht dran“, erinnert er sich. Doch kurz darauf sei es dem Thomas Weinig vom Architekturbüro BWK gelungen, die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zu überzeugen. Es sei durchaus nicht ungewöhnlich, dass solche Projekte eine lange Vorlaufzeit hätten und der eigentliche Bau dann recht schnell vonstatten gehe. „Mit der Eröffnung des Fachmarktzentrums gewinnt die Innenstadt Plettenberg deutlich an Attraktivität. So kann die Stadt in Konkurrenz zu den Nachbarstädten und dem Onlinehandel besser bestehen“, ist Mussehl überzeugt.

Fotocollage: Hans Schulte

Im P-Center finden die Kunden den Lebensmittelfrischemarkt Hit, den Drogerieanbieter dm, das Textilhaus upim, den Schuhanbieter K & K, die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis mit einem Service-Point und die Gastronomie Supers. Dem Hit-Markt angegliedert ist eine Filiale der Bäckerei Hesse mit einem Außen-Café. Insgesamt gibt es 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche und 165 Stellplätze.

Wettbewerb zugunsten der Kunden

Für den ersten Hit-Markt in der Region „haben wir uns intensiv mit Plettenberg und der Umgebung beschäftigt“, berichtete Gert Schambach, geschäftsführender Gesellschafter der Dohle-Gruppe, zu der Hit gehört. Mit mehr als 20.000 Artikel auf rund 2400 qm decke Hit die Spanne von sehr preiswert bis hochwertig ab. Dazu gehörten zahlreiche Produkte aus der Region genauso wie eine große Auswahl an Fairtrade-Produkten.

Kaufpark-Werbung am P-Center Foto: Bernhard Schlütter

Mit einem Augenzwinkern nahm Schambach zur Kenntnis, dass der örtliche Mitbewerber Rewe direkt gegenüber des Hit-Markts einen LKW mit Werbefläche aufgefahren hatte. Dass die Verbraucher vom vergrößerten Angebot und damit auch Wettbewerb profitieren, zeigte sich am P-Center-Eröffnungstag daran, dass die Rewe-Kaufparks an der Ziegelstraße und in Eiringhausen mit Rabatten lockten, zusätzlich eine Spendenaktion für örtliche Vereine kurzfristig auf den Weg gebracht haben.

Aktionen in der Fußgängerzone

Auch in der Fußgängerzone übernahmen einige Einzelhändler die Rabatte zur P-Center-Eröffnung. Das Innenstadtmanagement warb mit Luftballons, zeigte mit Markierungen die zukünftigen neuen Wege in der Innenstadt auf und das Trio Dixie Kings aus Köln musizierte an wechselnden Stellen.

Mehr Leben in der Innenstadt – der Anfang wurde gemacht. Hoffentlich schläft die Dynamik nicht wieder ein.

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