Das Osthaus-Museum zeigt noch bis zum 3. September Werke von Armin Mueller-Stahl. Foto: Werner Hannappel

Hagen. Das Osthaus Museum Hagen widmet Armin Mueller-Stahl in diesem Sommer eine große Ausstellung. Gezeigt werden über 180 Werke, vor allem aus den letzten Jahren: von seinen Gemälden bis hin zu Arbeiten auf Papier. Der treffende Ausstellungstitel „Menschenbilder“ bezieht sich dabei vor allem auf Porträts und figürliche Szenen. Aber auch eine Auswahl an Landschaftsbildern wird ebenfalls präsentiert. Die Werke sind noch bis zum 3. September zu sehen.

Erstes Bild im Jahr 1951

Armin Mueller-Stahl ist vielen vor allem als renommierter Schauspieler von internationalem Rang bekannt. Nach seinem Musikstudium nahm er 1951 Schauspielunterricht, wandte sich parallel aber auch der Malerei zu. Sein erstes Bild entstand in diesem Jahr. Seine erste Ausstellung mit Malerei, Zeichnung und Grafik wurde allerdings erst 50 Jahre später eröffnet, bezeichnenderweise im Filmmuseum Potsdam. Es folgten zahlreiche weitere Ausstellungen mit Gemälden, Zeichnungen und Lithografien. Sie alle charakterisieren Armin Müller-Stahl als einen herausragenden Bildkünstler.

Alles gehört zusammen

Wie er seine Arbeit versteht, beschreibt er selbst so: „Malerei, das ist mehr als ein Hobby. Wenn ich alles zusammennehmen würde, was ich im Laufe meines Lebens gemalt und gezeichnet habe, dann käme ein richtiges Werk zustande. Für mich gehören Schauspielerei, Malerei, auch die Schreiberei zusammen.“

Verblüffende Lebendigkeit

Die Themen, denen sich der Maler und Zeichner Armin Mueller-Stahl widmet, entstammen der Welt der Musik, des Schauspiels, des Films, der Literatur, der Gesellschaft usw. Die Übertragung des Gesehenen auf Leinwand oder Papier erfolgt dann mit großer Souveränität. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Die Lebendigkeit in diesen Bildern ist verblüffend.

Ausgeprägte Beobachtungsgabe

Ebenso charakteristisch für die Malerei Armin Mueller-Stahls ist, dass alle Dargestellten aus nächster Nähe gezeigt werden. Der Betrachter gewinnt dadurch die Möglichkeit, sich mit den dargestellten Persönlichkeiten auf besondere Art und Weise auseinanderzusetzen. Die ausgeprägte Beobachtungsgabe des Künstlers begeistert. Das mimische Element überträgt er mit virtuoser Leichtigkeit in seine Bilder: „Mein Leben lang habe ich Haltungen beobachtet und übertragen, ich spiele und zeichne sie“, sagt er selbst.

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Kunsthaus Lübeck sowie Geuer & Geuer Art GmbH realisiert.

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