Die Dorfgemeinschaft Othlinghausen lädt wieder zum Osterfeuer an der Gabelung Felde/Eicken ein. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. (PSL) Die Zeit der Osterfeuer steht wieder bevor. Deshalb gibt die Stadtverwaltung folgende Hinweise: Osterfeuer sind Brauchtumsfeuer, die bis zum 10. April bei der örtlichen Ordnungsbehörde angemeldet werden müssen. Ansprechpartner im Lüdenscheider Rathaus ist Frank Ruffer vom Fachdienst Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Er steht für Fragen unter der Telefonnummer 02351 / 17 – 1304 zur Verfügung. Ein Osterfeuer kann über das Bürger-Portal auf www.luedenscheid.de online angemeldet werden.



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Osterfeuer sind Feuer, die nicht einfach dazu dienen, pflanzliche Abfälle durch schlichtes Verbrennen zu beseitigen. Vielmehr dienen sie der Brauchtumspflege. Ihr wesentliches Merkmal ist, dass eine in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaft, Organisation oder ein Verein unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege das Feuer ausrichtet. Es muss im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich sein.

Nur unbehandeltes Holz

Bei Osterfeuern dürfen nur unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste verbrannt werden. Das Verbrennen von beschichtetem oder behandeltem Holz und sonstigen Abfällen (zum Beispiel Altreifen) ist verboten. Andere Stoffe, insbesondere Mineralöle, Mineralölprodukte oder andere Abfälle, dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers genutzt werden.

Bei starkem Wind löschen

Eine besondere Verpflichtung kommt auf die Aufsichtspersonen zu. Diese müssen während der gesamten Dauer des Feuers vor Ort und telefonisch erreichbar sein. Sie dürfen den Verbrennungsplatz erst dann verlassen, wenn das Feuer und die Glut erloschen sind. Bei starkem Wind darf das Feuer nicht angezündet werden und muss bei aufkommendem starkem Wind unverzüglich gelöscht werden.

Osterfeuer, die schon Wochen vorher aufgeschichtet worden sind, müssen vor dem Anzünden umgeschichtet werden, um eventuell darin befindliche Tiere vor dem Verbrennen zu schützen.

Für das Feuer müssen Vorkehrungen zur  Gefahrenabwehr getroffen und  folgende Mindestabstände müssen eingehalten werden:

  • 100 m von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden
  • 50 m von sonstigen baulichen Anlagen
  • 50 m von öffentlichen Verkehrsflächen
  • 25 m von befestigten Wirtschaftswegen
  • 100 m von Hochspannungsleitungen
  • 100 m vom Waldrand

Zur Anmeldung eines Osterfeuers werden folgende Angaben benötigt:

  • Name und Anschrift der verantwortlichen Person(en),
  • Name, Anschrift, Alter und Telefonnummer der verantwortlichen Personen, die das Osterfeuer beaufsichtigen (mindestens eine Person ab 18 Jahren)
  • Beschreibung des Ortes, an dem die Veranstaltung stattfinden soll,
  • Entfernung zu baulichen Anlagen, zum Wald und zu öffentlichen Verkehrsanlagen
  • Höhe des zu verbrennenden, aufgeschichteten Pflanzenmaterials
  • getroffene Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr.

 

 

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