Eier in allen größen dienen als Grundlage für die Kunstwerke. Foto: Rüdiger Kahlke

Halver. Für Rudi Olson, Organisator im Heimatmuseum, ist „Kapazitätsgrenze erreicht. Wir haben 20 Aussteller. Das ist Rekord“, bilanziert der Organisator des Ostereiermarktes in Halver. heimatmuseum.

Auswärtige Besucher dominieren
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Filiogran wirken die kunstvoll gefrästen Schalen der Gänseeier,. die Lyudmyla Janiak zeigte. Foto: Rüdiger Kahlke

Vor 24 Jahren war der Markt, der einen Querschnitt der Kunst am Ei bot, ein Novum. Inzwischen ist er zum Dauerbrenner und Publikumsmagnet geworden. Am Samstag hatte der Markt eröffnet. Bis Sonntagmittag wurden schon über 700 Besucher gezählt. „Die Leute kommen sogar aus Leverkusen, dem Raum Düsseldorf und Paderborn“, freut sich Olson über die große Resonanz für denMarkt im kleinen Halver. Er weiß auch, warum das so ist: „Es gibt viele Ostermärkte, da wird alles mögliche verkauft. Aber so speziell wie bei uns gibt’s das nirgends.“

Im vorigen Jahr wurde es schon eng mit 18 Ausstellern. Diesmal waren es 20. „Aber alles sind zufrieden“, freut sich auch, dass er mal wieder alle Wünsche erfüllen und es irgendwie ermöglichen konnte, dass auch jeder noch genügend Platz hat, seine bemalten, geritzten, umhäkelten oder ausgefrästen Ostereier oder bemaltes Geschirr zu präsentieren.

Alte Tradition neu interpretiert
Eine moderne Form der Eier-Malerei zeigte Anne-Rose Gundlach. Foto: Rüdiger Kahlke

Mehr als 50 Prozent der Besucher kommen von außerhalb, schätzt Olson. Die Einheimischen kennt er ohnehin fast alle. Und auch auswärtige Aussteller schätzen die Möglichkeiten, die in Halver geboten werden. Die alte Tradition des Eier bemalens wird interpretiert. So wie Anne-Rose Gundlach. Sie hat Eier im Stil von Friedensreich Hundertwasser oder Rosina Wachtmeister bemalt. Werke, die aus dem Rahmen fallen und sich von klassischen Blütenmotiven oder naturalistischen Bildern abheben. Besonders filigran wirken Gänseeier, die Lyudmyla Janiak ausstellt. Sie sind ausgefräst und wirken wie zarte Spitze. Man hat fast Angst, dass sie schon vom Ansehen zerbrechen.

Ganz bodenständig ging es indes in der Cafeteria des Heimatmuseums zu. Deftige Erbensuppe, Kartoffelsalat oder Kuchen nach Hausfrauen Art fanden reißenden Absatz. Auch das eine Besonderheit in den Fast-Food-Einerlei, das vielfach geboten wird.

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