„The Ortiz Projekt“ gastiert am 25. April im Saal der Stadtbücherei. Foto: http://www.ortiz-project.affettomusicale.com/

Lüdenscheid. Begegnung von Jazz und Musik der Renaissance – das verspricht das „The Ortiz Projekt“ für sein Konzert am 25. April im Saal der Stadtbücherei (Beginn 19.30 Uhr). Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Die Tickets kosten 15 Euro.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Stadtbücherei und Kulturverein KALLE. Folkpack-Freunde werden begeistert sein von der melodischer Schönheit und rhythmischen Vitalität der melancholischen Lieder und lebhaften Tänze. Weil aber das, was die Besucher erwartet, den musikalischen Rahmen des Folkpacks sprengen würde, ist das Konzert nicht Teil der erfolgreichen Reihe.

Spannende Begegnung

Verzierung und Improvisation spielen eine große Rolle in der Renaissance-Musik und weisen Parallelen auf zur Improvisationspraxis des Jazz. In beiden Musikrichtungen liefern Akkordfolgen bekannter Melodien die harmonische und rhythmische Grundlage für Variation und Improvisation. An dieser Stelle setzt das ‚Ortiz-Project‘ an … und eine spannende und abwechslungsreiche Begegnung von Alter Musik und Jazz beginnt.

Zum Ensemble gehören: Marita Bahr (Hackbrett, Cembalo), Riccardo Delfino (Renaissanceharfe), Christoph Hillmann (Percussion), Alfred Karnowka (Citola, Viola da gamba), Veronika Madler (Sopran), Harald Mohs (Viola da gamba, Cembalo), Angelika Niescier (Saxes), Matthias Nowak (Bass), Hans-Peter Peil (Lauteninstrumente) und Dierk Peters (Stabspiele).

Ziel des Projektes ist die musikalische Beschäftigung mit dem „tratado de glosas“ (Rom 1553) von Diego Ortiz mit den Mitteln der historischen Aufführungspraxis und den Stilmitteln des modernen Jazz. Hinzu tritt Musik von Zeitgenossen, soweit sie zum einen von Ortiz selbst in seinem „tratado“ verwendet wurde oder zum anderen einen musikalischen Zugriff durch das vorhandene Instrumentarium und in der gewählten Stilistik erlaubt.

Melodische Schönheit

Die Beispiele, die Ortiz für die Improvisation bzw. Variation über die (damals) überaus bekannten Lied- und Tanzformen gibt, nehmen in der Musik des 16. Jahrhunderts eine solitäre Stellung ein. Sie sind von großer melodischer Schönheit und Eigentümlichkeit sowie von einer ungeahnten rhythmischen Vitalität. Hier öffnet sich diese Musik dem Verständnis der Jazzmusiker und regt alle Beteiligten zu überaus spannenden Dialogen an.

 

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